Die Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist 1977 in Berlin geboren, verheiratet, evangelisch, hat drei Kinder und ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin.
1. Wenn Sie gewählt werden: Wie sieht Sachsen-Anhalt dann in fünf Jahren aus?
„Sachsen-Anhalt ist dann auf einem guten Weg: moderner, gerechter und klimafreundlicher. Menschen sollen wieder stärker merken, dass Politik ihren Alltag verbessert – mit verlässlicher Mobilität, guter Gesundheitsversorgung und funktionierenden Schulen. Gute Jobs entstehen dabei nicht trotz, sondern durch Klima- und Naturschutz.“
2. Welches sind die drängendsten Herausforderungen im Land?
Die größten Herausforderungen sind der Fachkräftemangel, marode Infrastruktur und die Frage, wie wir Wohlstand klimaneutral sichern. Gleichzeitig erleben viele Menschen Unsicherheit und Vertrauensverlust in Politik. Deshalb sorgen wir dafür, dass wirtschaftliche Stärke, soziale Sicherheit und eine verlässliche öffentliche Daseinsvorsorge endlich gemeinsam vorangebracht werden.
3. Welche drei konkreten Verbesserungen für die Menschen im Land würden Sie als erstes umsetzen?
Wir wollen mehr Tempo bei der Sanierung von Schulen und Kitas, einen verlässlicheren Nahverkehr auch auf dem Land und schnellere Verfahren für Unternehmen und Bürger*innen. Außerdem wollen wir Familien entlasten und Gesundheitsversorgung vor Ort sichern.
4. Wie wollen Sie die Wirtschaft im Land konkret ankurbeln und es attraktiv für Investoren machen?
Sachsen-Anhalt hat riesige Chancen bei erneuerbaren Energien, moderner Industrie und Zukunftstechnologien. Wer günstig und klimafreundlich Energie produzieren kann, wird im Wettbewerb vorne liegen. Wir wollen Genehmigungen beschleunigen, Bürokratie abbauen und gezielt in Infrastruktur, Forschung und Fachkräfte investieren.
5. Welche Maßnahmen planen Sie, um den Lehrermangel abzumildern?
Wir müssen den Beruf attraktiver machen. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen, weniger Bürokratie und multiprofessionelle Teams an Schulen. Gleichzeitig brauchen wir mehr Studienplätze, bessere Unterstützung für Seiteneinsteiger*innen und mehr Anreize für Lehrkräfte, dauerhaft in Sachsen-Anhalt zu bleiben.
6. Mit welchen konkreten Verbesserungen gewinnt Ihre Regierung Fachkräfte und hält junge Menschen hier im Land?
Junge Menschen bleiben dort, wo sie gute Jobs, bezahlbaren Wohnraum und Lebensqualität finden. Deshalb investieren wir in moderne Ausbildung, Hochschulen, Kultur und Mobilität. Wer Familie und Beruf besser vereinbaren kann und ein weltoffenes Umfeld erlebt, entscheidet sich eher für Sachsen-Anhalt.
7. Wie machen Sie konkret das Leben auf dem Land attraktiver, verhindern Geschäfte- und Gastrosterben und Stadtflucht?
Der ländliche Raum braucht verlässliche Infrastruktur. Dazu gehören schnelles Internet, gute Busverbindungen, medizinische Versorgung und Treffpunkte im Ort. Außerdem wollen wir kleine Unternehmen, Dorfläden und Gastronomie gezielt unterstützen, weil sie das soziale Leben zusammenhalten.
8. Was sind Ihrer Meinung nach die Stärken von Sachsen-Anhalt und wie wollen Sie sie nutzen?
Sachsen-Anhalt hat engagierte Menschen, starke Industriestandorte und wunderbare Landschaften. Dazu kommen eine reiche Kulturgeschichte und vergleichsweise günstige Lebenshaltungskosten. Diese Mischung macht unser Land attraktiv für Zukunftsbranchen und für Menschen, die gut leben wollen.
9. Wie wollen Sie das Vertrauen in die Politik stärken und die Politikverdrossenheit aufhalten?
Politik muss verständlich, ehrlich und nahbar sein. Menschen verlieren Vertrauen, wenn Probleme jahrelang ungelöst bleiben oder Politik an ihrem Alltag vorbeiredet. Deshalb setzen wir auf klare Entscheidungen, mehr Transparenz und echte Gespräche statt Politik nur von oben herab.
10. Wie wollen Sie Bürgerinnen und Bürger aktiv nach der Wahl in Entscheidungen einbinden?
Wir wollen Beteiligung früher und verbindlicher organisieren. Bürger*innen sollen bei wichtigen Projekten vor Ort stärker mitreden können, bevor Entscheidungen gefallen sind. Außerdem setzen wir auf digitale Beteiligungsformate und regelmäßige Dialogangebote, damit Politik nicht nur alle paar Jahre bei Wahlen stattfindet.