14. Juli 2026 – dpa Nachrichten
AfD-Co-Chef Chrupalla fordert von Spitzenkandidat Siegmund Ergebnisse, sollte er Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt werden. Was Siegmund für diesen Fall ankündigt.
AfD-Co-Chef Tino Chrupalla hat den sachsen-anhaltischen Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in die Pflicht genommen. Wenn er Ministerpräsident werde, komme auf Siegmund eine «Riesenverantwortung» zu, sagte Chrupalla bei einer Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau. «Er wird liefern müssen.» Chrupalla betonte, man müsse gemachte Versprechen einhalten.
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen lag die AfD mit Werten von etwa 40 Prozent zuletzt deutlich vor der CDU. Die AfD zieht mit dem 35-jährigen Siegmund als Spitzenkandidat in die Wahl.
Am Wochenende hatte Siegmund ein 100-Tage-Programm vorgestellt. Zehn zentrale Punkte möchte die AfD unmittelbar nach der Landtagswahl umsetzen, etwa mehr Abschiebehaftplätze, eine flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber und die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags.
Siegmund kündigte nun in Dessau-Roßlau an, er wolle transparent regieren. «Das heißt, da gibt es halt direkt das Video von mir aus der Staatskanzlei, damit jeder in diesem Land weiß, was passiert auch hinter den Kulissen», sagte er.