Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Ulrich Siegmund (AfD)

Die Spitzenkandidat von der Alternative für Deutschland wurde 1990 in Havelberg geboren, ist verheiratet, hat eine Tochter, ist ausgebildeter Kaufmann für Groß- und Außenhandel und hat Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaftslehre studiert.

Ulrich Siegmund
Foto: © Ulrich Siegmund

Wenn Sie gewählt werden: Wie sieht Sachsen-Anhalt dann in fünf Jahren aus?

„Sachsen-Anhalt wird das erste Bundesland sein, das zeigt, wie Politik mit gesundem Menschenverstand funktioniert. In fünf Jahren ist unser Land sicherer, junge Menschen sehen hier endlich wieder echte Zukunftsperspektiven und leben in einem Land, in dem sich Fleiß wieder auszahlt. Wir haben die Abwanderung gestoppt, indem wir Sachsen-Anhalt durch massive Entlastungen und das Familiendarlehen zum kinderfreundlichsten Bundesland gemacht haben.“

Welches sind die drängendsten Herausforderungen im Land?

„Wir müssen die durch die ideologische Energiepolitik der Altparteien entstandene Deindustrialisierung aufhalten. Parallel dazu hat die Wiederherstellung der inneren Sicherheit oberste Priorität: Das bedeutet den sofortigen Stopp der unkontrollierten Migration und eine konsequente Remigrationspolitik, damit unsere Städte und Dörfer wieder sicher werden und die Sozialsysteme entlastet werden. Nicht zuletzt müssen wir auch den Bildungsnotstand in unserem Land beenden.“

Welche drei konkreten Verbesserungen für die Menschen im Land würden Sie als erstes umsetzen?

„Erstens: Eine konsequente Abschiebeoffensive für Ausreisepflichtige, um Sicherheit zu schaffen und unsere Sozialsysteme zu entlasten. Zweitens: Die Aufkündigung des Medienstaatsvertrags, um die milliardenschwere Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu stoppen und die Bürger finanziell zu entlasten. Drittens: Investitionen in Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser sowie eine Ausbildungsoffensive für heimische Ärzte.“

Wie wollen Sie die Wirtschaft im Land konkret ankurbeln und es attraktiv für Investoren machen?

„Wir setzen auf weniger Regulierung und vertreten den Ansatz, dass die Politik der Wirtschaft ihre Freiheit geben sollte. Hierbei spielt Bürokratieabbau eine entscheidende Rolle. Außerdem wollen wir Förderprogramme von Ideologien befreien und uns über den Bundesrat für eine vernunftgeleitete Energiepolitik einsetzen. Weiterhin wollen wir ausgewanderte deutsche Fachkräfte wieder zurückgewinnen.“

Welche Maßnahmen planen Sie, um den Lehrermangel abzumildern?

„Wir vertreten den Ansatz, dass Geld allein die Bildungskrise in unserem Land nicht lösen wird. Vielmehr müssen wir das Lernumfeld an unseren Schulen wieder ideologiefrei gestalten und das gescheiterte Experiment der pauschalen Inklusion beenden. Durch eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt werden wir die Sicherheit an unseren Schulen wiederherstellen, sodass sich Lehrer und Schüler wieder auf den Unterricht konzentrieren können. Die Verankerung von Disziplin und Ordnung an unseren Schulen ist die Grundvoraussetzung für Lernerfolg.“

Mit welchen konkreten Verbesserungen gewinnt Ihre Regierung Fachkräfte und hält junge Menschen hier im Land?

„Indem wir Sachsen-Anhalt zuallererst wieder sicher machen. Daneben wollen wir mit attraktiven Stipendien für junge Fachkräfte, die sich nach ihrer Ausbildung zur Arbeit in der Heimat verpflichten, gezielt in unsere eigenen Talente investieren. Außerdem wollen wir die Gründung von Familien und Unternehmen durch Steuererleichterungen und Heimat-Prämien fördern. Wer hier lernt, arbeitet und eine Familie gründet, muss vom Staat belohnt werden, anstatt durch hohe Abgaben ausgebremst zu werden.“

Wie machen Sie konkret das Leben auf dem Land attraktiver, verhindern Geschäfte- und Gastrosterben und Stadtflucht?

„Wir verbessern die flächendeckende medizinische Versorgung durch eine Landarztquote und stärken den ländlichen Raum durch den Erhalt von Polizeistationen und kleinen Grundschulen. Außerdem beenden wir den „Krieg gegen das Auto“ und fördern den Ausbau von Landesstraßen. Durch die konsequente Entlastung von unnötigen Vorschriften und Steuern bleibt das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum bezahlbar und attraktiv. Wir wollen, dass unsere Dörfer Orte sind, an denen Handwerk, Brauchtum und Lebensqualität eine sichere Zukunft haben.“

Was sind Ihrer Meinung nach die Stärken von Sachsen-Anhalt und wie wollen Sie sie nutzen?

„Unsere Stärken sind der Fleiß der Menschen, unser reiches kulturelles Erbe und die zentrale Lage in Deutschland. Wir werden diese Potenziale nutzen, indem wir den Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft schützen und Sachsen-Anhalt als stolzes, traditionsbewusstes und auch modernes Land positionieren, das selbstbewusst seinen eigenen Weg geht.“

Wie wollen Sie das Vertrauen in die Politik stärken und die Politikverdrossenheit aufhalten?

„Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit. Wir werden halten, was wir versprechen, und unser politisches Handeln konsequent an den Interessen der Menschen in unserem Land ausrichten. Wenn die Bürger sehen, dass ihre Sorgen ernst genommen werden und wieder Politiker regieren, die sich für sie einsetzen, verschwindet auch die Verdrossenheit.“

Wie wollen Sie Bürgerinnen und Bürger aktiv nach der Wahl in Entscheidungen einbinden?

„Wir werden direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild einführen. Die Bürger sollen direkt über wichtige Vorhaben wie Windkraftanlagen vor der Haustür oder die Verwendung von Steuermitteln entscheiden können. Wahre Demokratie bedeutet, dass das Volk der Souverän bleibt – und das nicht nur am Wahltag.“

Die Spitzenkandidaten der Parteien im Radio Brocken Interview:

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