14. Oktober 2026 – Radio Brocken
Wer die Heizung im Oktober ausgeschaltet lässt, kann laut Verivox bis zu neun Euro pro Tag sparen. Die Höhe hängt von Heizart, Wohnungsgröße und Witterung ab.
Wer die Heizung im Oktober noch ausgeschaltet lässt, kann laut einer Berechnung des Vergleichsportals Verivox bis zu neun Euro pro Tag sparen. Wie viel genau möglich ist, hängt von Heizart, Wohnungsgröße und Witterung ab. Verivox rät jedoch davon ab, aus Spargründen zu frieren.
Wie viel lässt sich mit welcher Heizart sparen?
Das größte Sparpotenzial bietet laut Verivox eine Ölheizung. In einem Einfamilienhaus mit 180 Quadratmetern Wohnfläche, Energieeffizienzklasse D und einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden lassen sich bei einer Ölheizung 6 bis 9 Euro pro Tag sparen. Das ergibt für den gesamten Oktober ein Sparpotenzial von 246 Euro.
Bei einer Gasheizung im selben Beispielhaushalt liegt die tägliche Ersparnis zwischen 5 und 7 Euro. Für den ganzen Monat Oktober macht das rund 177 Euro aus. Die Berechnungen basieren laut Verivox auf deutschen Durchschnittsverbrauchspreisen und Durchschnittstemperaturen.
Wärmepumpen bieten geringstes Einsparpotenzial
Wer mit einer Wärmepumpe heizt, erreicht diese Werte laut Verivox nicht. Weil die Wärmeerzeugung hier günstiger ist, lassen sich je nach Witterung nur 3 bis 4 Euro pro Tag sparen. Für den Oktober ergibt das ein Sparpotenzial von rund 113 Euro.
In kleineren Wohnungen fällt die Ersparnis durch den geringeren Heizbedarf noch niedriger aus. Singles in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung können je nach Heizart, Witterung und Energieeffizienzklasse im Oktober zwischen 28 und 61 Euro sparen. Bei Paaren in einer 100 Quadratmeter großen Wohnung liegt das Sparpotenzial zwischen 68 und 147 Euro.
Welche Mindesttemperatur sollte nicht unterschritten werden?
Verivox-Energieexperte Thorsten Storck warnt vor übertriebenem Sparehrgeiz. „Die günstigste Heizung ist zwar eine, die nicht läuft“, sagt Storck. Niemand sollte deshalb aber frieren müssen.
Besonders ältere Menschen und Kinder könnten empfindlich auf niedrige Raumtemperaturen reagieren, so Storck. Auch für das Gebäude selbst kann starkes Auskühlen schädlich sein. Um Schimmel und andere Schäden zu vermeiden, sollte die Innentemperatur nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad Celsius sinken.