12. Oktober 2026 – Radio Brocken

Weihnachten

Weihnachtsbaum-Preise 2026: Warum Tannenbäume teurer werden

Weihnachtsbäume werden 2026 teurer: Für eine Nordmanntanne zahlen Käufer bis zu 66 Euro. Grund sind schrumpfende Anbauflächen und höhere Produktionskosten.

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(Archivbild), Foto: Matthias Bein/dpa

Wer sich 2026 einen echten Weihnachtsbaum kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des Bundesverbands der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger (BVWE) und des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum (VNWB) hervor. Grund sind schrumpfende Anbauflächen und steigende Produktionskosten.

Warum werden Weihnachtsbäume 2026 teurer?

Die Anbauflächen für Weihnachtsbäume schrumpfen seit Jahren, wie die Verbände mitteilen. Immer mehr Betriebe reduzieren ihre Produktion oder geben sie ganz auf.

Der Grund: Bis ein Baum verkauft werden kann, vergehen viele Jahre intensiver Pflege. Gleichzeitig seien die Verdienstmöglichkeiten für Erzeuger laut den Verbänden immer schlechter geworden, sodass sich der Anbau für manche Betriebe kaum noch lohnt.

Hinzu kommen laut BVWE und VNWB höhere Kosten für Personal, Energie, Treibstoff, Dünger und Verpackungen. Besonders stark wirken sich steigende Mautgebühren und Energiepreise auf die Transportkosten aus. Auch ein Mangel an Arbeitskräften, zusätzliche Verwaltungsanforderungen sowie Wetterextreme wie Trockenheit und Hagel können die Ernte zusätzlich schmälern.

Was kosten Nordmanntanne und Blaufichte 2026?

Die Verbände haben eine Preisprognose pro Meter veröffentlicht:

  • Nordmanntanne: 25 bis 33 Euro
  • Blaufichte: 17 bis 22 Euro
  • Rotfichte: 14 bis 19 Euro

Für eine zwei Meter hohe Nordmanntanne müssten Käufer demnach zwischen 50 und 66 Euro zahlen. Bei einer gleich großen Blaufichte wären es 34 bis 44 Euro, bei einer Rotfichte 28 bis 38 Euro. Dabei handelt es sich um erwartete Preise – der tatsächliche Preis hängt laut den Verbänden von Region, Größe, Qualität und Verkaufsstelle ab.

Gibt es zu Weihnachten 2026 genug Weihnachtsbäume?

Trotz der steigenden Preise sehen die Verbände die Versorgung für Weihnachten 2026 als gesichert an. „Wir werden auch 2026 ein breites Sortiment anbieten – von Premiumbäumen bis hin zu preisgünstigen Qualitäten“, erklärt Helmut Stoll, Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum.

Auch günstigere Bäume sollen demnach weiterhin erhältlich sein. Verbraucher müssen auf ihren echten Tannenbaum also nicht verzichten – sollten sich aber auf höhere Preise einstellen.


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