06. Oktober 2026 – Radio Brocken

Haushalt

Trinkflasche reinigen: Reicht klares Wasser aus?

Klares Wasser entfernt laut Verbraucherzentrale NRW nicht alle Keime aus Trinkflaschen. Expertin erklärt, wie die richtige Reinigung gelingt.

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An einem Wasserspender füllt sich ein Passant seine Trinkflasche mit Wasser auf., Foto: Jörg Carstensen/dpa

Wiederverwendbare Trinkflaschen gehören für viele Menschen zum Alltag. Ob sie gesund bleiben, hängt von der richtigen Reinigung ab. Laut Verbraucherzentrale NRW reicht einfaches Ausspülen mit klarem Wasser nicht aus, um Keime zu entfernen.

Warum tägliches Spülen mit Wasser nicht ausreicht

In Trinkflaschen können sich schnell Keime ansiedeln und hartnäckige Biofilme bilden, so die Verbraucherzentrale NRW. Besonders Mundstücke, Dichtungen und Strohhalme bieten Keimen gute Bedingungen.

Über Mund, Hände und Luft gelangen laut Ernährungsexpertin June Dilger immer wieder Bakterien, Pilze und Hefen in die Flasche. Im feuchten Inneren finden sie ideale Lebensbedingungen. Klares Wasser allein entfernt nicht alle Keime, erklärt die Verbraucherschützerin.

Wie reinigt man eine Trinkflasche richtig?

Dilger empfiehlt, die Flasche täglich mit heißem Wasser, Spülmittel und einer Flaschenbürste gründlich zu schrubben. Je nach Modell sind zusätzliche kleine Bürsten nötig, um Mundstücke und Dichtungen zu erreichen.

Nach der Reinigung sollte die Flasche möglichst schnell und vollständig trocknen, am besten kopfüber. In feuchter Umgebung vermehren sich verbliebene Mikroorganismen bei Zimmertemperatur besonders gut, so Dilger.

Als Ergänzung nennt die Expertin Reinigungstabletten mit Aktivsauerstoff. Sie wirken über längere Zeit ein und greifen Biofilm sowie Bakterien-Membranen an. Reinigungsperlen hält Dilger für weniger geeignet, da sie nicht alle Stellen im Flascheninneren erreichen.

Spülmaschine und Austausch der Flasche

Ob eine Flasche in die Spülmaschine darf, hängt von Material und Herstellerangaben ab. Dilger rät, spülmaschinenfeste Flaschen kopfüber in den unteren Bereich zu stellen, da dort der Wasserstrahl kräftiger ist.

Ein Austausch ist sinnvoll bei Rillen und Kratzern, die Keimen das Anhaften erleichtern. Auch bleibende Gerüche oder Ablagerungen trotz gründlicher Reinigung sprechen für eine neue Flasche.

Beim Kauf lohnt sich der Blick auf die Reinigungseigenschaften: Modelle mit weiter Öffnung und wenigen Ecken lassen sich leichter sauber halten. Edelstahl bietet laut Dilger weniger Möglichkeiten für Mikroorganismen, sich festzusetzen, als Kunststoff.


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