Sachsen-Anhalt Reporter

Die flauschige Erzieherin auf vier Pfoten

In der Kita Waldblick gibt es seit Anfang des Jahres eine neue Erzieherin, nämlich die Hundedame Greta.

Eine Frau geht mit einem Hund an der Leine spazieren.
Eine Frau geht mit einem Hund an der Leine spazieren. , Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Unser Sachsen-Anhalt Reporter Lars Frohmüller traf sich mit der Hundebesitzerin und Kitaleiterin, Doreen Otto in der Kita in Halberstadt. Auch die Hundedame war da und zeigte unserem Reporter schon ein paar ihrer gelernten Tricks.

Die Hündin Greta

Als Greta noch ein Welpe war, wurde sie von ihrer Besitzerin, Doreen Otto, immer wieder mit in die Kita gebracht. Die Hundedame hat sich von Anfang an sehr gut mit den Kindern verstanden, so dass sich die Kita dazu entschlossen hat, Great als Besuchshund ausbilden zu lassen. Seit März geht die Hündin regelmäßig in eine „Hundeuni“ und erlernt dort das richtige Verhalten unter Kindern. Greta ist ein sehr freundlicher, lernwilliger und empathischer Pudel-Mischling. Sie spürt es sofort, wenn jemand Angst hat, aber auch wenn ein Kind traurig ist. Da ist sie sofort zur Stelle und tröstet das betroffene Kind.

Die Ausbildung zum Kita-Hund

Da Kinder gerne Hunden etwas zum Essen geben und Hunde oftmals auch alles fressen was sie unter die Nase bekommen, ist es sehr wichtig, dass Greta lernt all den Leckereien zu widerstehen und erst etwas frisst, wenn Doreen Otto ihr das Zeichen gibt. Dies wird mit Leckerlies auf einem Löffel geübt. Ebenso soll Greta erlernen auf gängige Kommandos zu hören. In der „Hundeuni“ wird der Hundedame ebenso beigebracht, in welche Räume sie darf und in welche nicht.

Kinder und Hund

Da die Hündin schon eine Bindung mit den Kindern aufgebaut hat, ist es wichtig, dass sie ein Distanzverhalten zu Kindern erlernt. Das bedeutet, dass Greta sich mit Abstand zu den Kindern setzt und nicht ständig über sie drüber klettert. Aber nicht nur die Hündin muss belehrt werden – auch die Kinder müssen sich an Regeln halten, damit alles funktioniert. Die Kinder dürfen Greta nicht übermäßig knuddeln und ihr nicht hinterherlaufen. Bei den ganz jungen Kindern fehlt da oftmals noch das Verständnis, aber Doreen Otto greift in solchen Situationen dann ein. Natürlich verdient die Hündin auch mal Streicheleinheiten. Dafür wird Greta auf den Schoss genommen und jedes Kind darf sie dann mal streicheln.

Gretas praktische Abschlussprüfung ist im November und damit sie diese besteht, ist es wichtig, dass Kinder, Eltern, Erzieher und die Hündin sich an alle aufgestellten Regeln halten. Nur so kann die Hundedame der offizielle Kita-Hund werden.

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