15. Juli 2026 – dpa Nachrichten
Für das Weber-Werk in Magdeburg gibt es weiter keine Lösung. Während andere Standorte vor dem Verkauf stehen, läuft die Suche nach einem Investor in der Landeshauptstadt weiter.
Für den krisengeplagten Autozulieferer Weber ist die Zukunft des Standorts Magdeburg ungewiss. Wie die Albert Weber Gruppe mitteilte, läuft für das Werk weiter die Suche nach einem Investor. Für vier andere Standorte der Unternehmensgruppe stünden die Verkaufsverhandlungen dagegen kurz vor dem Abschluss.
IG Metall warnt vor Verlust von Arbeitsplätzen
Am Standort Magdeburg arbeiten laut IG Metall rund 140 Beschäftigte. Ihnen wurde nach Angaben der Gewerkschaft von Anfang Juli mitgeteilt, dass der Hauptkunde Porsche seine Aufträge zum 30. September vollständig abziehen will. Zudem solle zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Die IG Metall sprach von einer existenziellen Bedrohung der Arbeitsplätze.
Unternehmen sucht weiter Investoren
Das Unternehmen geht auf diese Angaben in seiner Mitteilung nicht ein. Es erklärt lediglich, für die Standorte Magdeburg, Markdorf und Neuenbürg liefen weiter Gespräche mit potenziellen Investoren und Hauptkunden. Neben Interessenten aus der Autoindustrie und Finanzinvestoren würden auch Unternehmen aus der Rüstungsindustrie angesprochen. Wegen der unsicheren Zukunft der drei Standorte seien Kunden gezwungen, neue Versorgungsstränge in Anspruch zu nehmen.
Vier Standorte vor Verkauf
Für die Standorte Plauen, Weinstadt, Roding und Saarbrücken seien die Verkaufsverhandlungen weit fortgeschritten. An drei Standorten stünden Vertragsunterzeichnungen kurz bevor.
Die Albert Weber Gruppe befindet sich nach eigenen Angaben seit Ende 2024 in einer Restrukturierung. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem rückläufige Abrufmengen, hohen Kosten- und Margendruck sowie den Wandel der Autoindustrie.