15. Juli 2026 – dpa Nachrichten
Das Abitur bleibt in Sachsen-Anhalt insgesamt auf einem guten Niveau. In Mathematik fallen die Ergebnisse jedoch deutlich schlechter aus als zuletzt. Das Ministerium will die Ursachen nun untersuchen.
Das Abitur in Sachsen-Anhalt bleibt insgesamt auf einem stabilen Niveau. Im Fach Mathematik haben die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr jedoch deutlich schlechter abgeschnitten als in den vergangenen Jahren. Das Bildungsministerium kündigte an, die Ergebnisse gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung genauer zu analysieren. Als möglicher Grund werden unter anderem pandemiebedingte Lernlücken genannt.
Deutlicher Rückgang der Mathe-Ergebnisse
Im landesweiten Durchschnitt erreichten die Abiturientinnen und Abiturienten im Fach Mathematik 6,87 Punkte auf der 15-Punkte-Skala. Das sind deutlich weniger als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 7,83 Punkten. Im Vorjahr hatte das Ministerium noch von einer deutlichen Verbesserung gesprochen: Damals waren landesweit 9,31 Punkte erreicht worden, nach 8,30 Punkten im Jahr zuvor.
Abiturniveau insgesamt weiter stabil
Der Gesamtnotendurchschnitt beim Abitur verschlechterte sich dagegen nur leicht - von 2,27 im Vorjahr auf 2,29. Von 5.128 zur schriftlichen Prüfung zugelassenen Schülerinnen und Schülern bestanden 4.759 das Abitur. Die Durchfallquote stieg auf 7,16 Prozent, nachdem sie im Vorjahr mit 5,69 Prozent den niedrigsten Wert der vergangenen Jahre erreicht hatte.
135 Schülerinnen und Schüler schafften die Bestnote 1,0. Insgesamt erzielten 1.472 Absolventinnen und Absolventen ein Abitur mit einer Eins vor dem Komma, nach 1.614 im Vorjahr.
Bildungsminister Jan Riedel (CDU) gratulierte den Absolventinnen und Absolventen. «Das Abitur ist ein anspruchsvoller Bildungsabschluss, der jungen Menschen vielfältige Wege in Studium, Berufsausbildung und Gesellschaft eröffnet», sagte er.
Realschulabschluss mit besseren Noten
Auch beim Mittleren Schulabschluss - dem Realschulabschluss - blieben die Leistungen insgesamt stabil. Knapp 9.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an den Prüfungen teil. In Deutsch verbesserte sich die landesweite Durchschnittsnote von 3,36 auf 3,25, in Englisch von 3,06 auf 2,81. In Mathematik blieb sie mit 3,98 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (3,90). Wie bereits in den vergangenen Jahren bot das Land erneut Intensivtage zur Vorbereitung auf die schriftlichen Prüfungen an.