03. Oktober 2026 – dpa Nachrichten
Auch wenn die Zahl der gemeldeten Zecken-Erkrankungen zurückgegangen ist: Schutzimpfungen werden empfohlen insbesondere für Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich häufig im Freien aufhalten.
In Sachsen-Anhalt sind in diesem Jahr bis jetzt weniger Erkrankungen durch Zecken übertragen worden als im Vorjahreszeitraum. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz mitteilte, wurden bis zur vergangenen Woche (39. Kalenderwoche) fünf Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es neun. Auch die Zahl der gemeldeten Lyme-Borreliose-Erkrankungen ging zurück - von 1.352 auf 979 Fälle.
Grundsätzlich steigt mit den Sommermonaten das Risiko für Zeckenstiche. Die Tiere können sowohl Borreliose als auch FSME übertragen. Während Borreliose mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es gegen FSME keine ursächliche Therapie.
Borreliose macht sich häufig durch eine kreisförmige Hautrötung um die Einstichstelle, Müdigkeit, Fieber oder grippeähnliche Beschwerden bemerkbar. Unbehandelt kann die Erkrankung unter anderem Entzündungen der Gelenke, des Herzmuskels oder des Nervensystems auslösen.
FSME beginnt meist ebenfalls mit grippeähnlichen Symptomen. In schweren Fällen kann es zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten kommen, die bleibende Schäden verursachen können.
Fachleute raten bei Aufenthalten in Wäldern, auf Wiesen oder im hohen Gras zu langer Kleidung und Insektenschutzmitteln. Nach Ausflügen sollte der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. Für Menschen in FSME-Risikogebieten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Impfung.