08. Oktober 2026 – dpa Nachrichten

Stolpersteine

Gedenken an NS-Opfer: Magdeburg plant 19 neue Stolpersteine

Magdeburg erinnert mit 19 neuen Stolpersteinen an Opfer des NS-Terrors. Angehörige aus Deutschland und den USA nehmen an den Verlegungen teil.

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Mittlerweile erinnern 909 Stolpersteine in Magdeburg an die Opfer des NS-Terrors. (Archivbild)

Die Stadt Magdeburg plant die Verlegung von insgesamt 19 neuen Stolpersteinen zum Gedenken an die Opfer des NS-Terrors. Demnach werden am 15. Oktober zunächst 15 der mit Messingtafeln besetzten Pflastersteine verlegt, heißt es in einer Mitteilung. Am 20. Oktober folgen vier weitere. Zur Verlegung der Stolpersteine werden Angehörige der Ermordeten und Verfolgten aus Deutschland und den USA anreisen. Verantwortlich für die Organisation ist die städtische Arbeitsgruppe «Stolpersteine für Magdeburg».

In Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt werden damit bereits zum 48. und 49. Mal Stolpersteine verlegt. Insgesamt gibt es bislang 909 Stolpersteine in der Stadt. Die meisten von ihnen erinnern an jüdische Opfer von NS-Verfolgung.

Im sächsischen Heidenau bei Dresden hatte eine Entscheidung des Stadtrats zum Thema Stolpersteine zuletzt bundesweit für Kritik und Diskussionen gesorgt: Das Kommunalparlament hatte Ende September auf Antrag von AfD und CDU mehrheitlich entschieden, keine Stolpersteine mehr im öffentlichen Straßenraum zu verlegen. Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so «dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist», hieß es in dem Beschluss.

Auch in München werden nach einem Stadtratsbeschluss Stolpersteine nicht auf städtischem Grund verlegt. Stattdessen machen Erinnerungszeichen mit Fotos und knappen Lebensdaten vor Wohnhäusern auf das Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam, die früher dort gelebt haben.

Die Erinnerungsform der Stolpersteine gibt es bereits seit den 90er Jahren und in vielen europäischen Ländern. Die in der Regel spendenfinanzierten kleinen Steine werden am letzten bekannten Wohn- oder Wirkungsort von Opfern des Nationalsozialismus verlegt - deren Namen und Lebensdaten stehen auf einer Messingplatte auf der Oberseite der Steine.

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