25. März 2026 – Radio Brocken
Am 29. März 2026 werden die Uhren vorgestellt. Eine Schlafmedizinerin gibt Tipps gegen Mini-Jetlag.
In der Nacht auf Sonntag, den 29. März 2026, werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Die Zeitumstellung kann wie ein Mini-Jetlag wirken und zu Müdigkeit und Trägheit führen. Schlafmedizinerin Daniela Langhans vom Helios Klinikum Berlin-Buch erklärt, wie der Körper besser mit der verlorenen Stunde zurechtkommt.
Warum die Zeitumstellung den Körper belastet
Der Körper hat einen festen Tag-Nacht-Rhythmus, der durch die Zeitumstellung abrupt verändert wird. Wie stark jemand darauf reagiert, ist individuell verschieden. Besonders der sogenannte Chronotyp spielt eine Rolle: Spätaufsteher (Eulen) haben deutlich mehr Schwierigkeiten mit der Umstellung auf die Sommerzeit als Frühaufsteher (Lerchen). Auch das Alter ist entscheidend – jüngeren Erwachsenen fällt die Umstellung meist leichter als älteren. Nach wenigen Tagen hat sich die innere Uhr in der Regel angepasst und der Leistungsknick ist überwunden.
Vier Tipps aus der Schlafmedizin gegen den Mini-Jetlag
Schrittweise früher ins Bett gehen: In den Tagen vor der Umstellung kann es sinnvoll sein, die Schlafenszeit täglich um 15 Minuten nach vorne zu verlegen. Diese schrittweise Anpassung ist für den Körper einfacher zu verkraften als die abrupte Umstellung.
Morgens direkt ans Tageslicht: Licht drosselt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und macht wacher. Daniela Langhans rät, schon am Morgen das Tageslicht zu suchen – etwa bei einem Kaffee auf dem Balkon oder einer Morgenrunde. Alternativ hilft eine Tageslichtlampe, die innere Uhr auf Tag einzustellen.
Auf Mittagsschlaf verzichten: Ein Nickerchen am Mittag ist in den Tagen nach der Zeitumstellung keine gute Idee. Es ist wichtig, über den Tag einen gewissen Schlafdruck aufzubauen. Wer mittags schläft, schläft abends oft später ein und kommt morgens schlechter hoch. Wer nicht verzichten mag, sollte sich auf ein Powernap von 10 bis 15 Minuten begrenzen.
Schlafgewohnheiten überprüfen: Die Zeitumstellung ist ein guter Anlass, die eigenen Gewohnheiten rund um die Nachtruhe zu hinterfragen. Dazu zählt, kurz vor dem Schlafengehen auf das blaue Licht von Bildschirmen zu verzichten oder am Gerät einen Blaulichtfilter einzustellen.
Häufig gestellte Fragen zur Zeitumstellung
F: Welche Tipps gibt es für die Zeitumstellung auf Sommerzeit? A: Schlafmediziner empfehlen, in den Tagen davor schrittweise früher ins Bett zu gehen, morgens direkt Tageslicht zu suchen, auf Mittagsschlaf zu verzichten und Schlafgewohnheiten wie Bildschirmnutzung vor dem Schlafengehen zu überprüfen.
F: Wie kommt man am besten mit der Zeitumstellung klar? A: Eine schrittweise Anpassung der Schlafenszeit in den Tagen vor der Umstellung und der Verzicht auf Mittagsschlaf helfen dem Körper, einen ausreichenden Schlafdruck aufzubauen und sich schneller anzupassen.
F: Wie lange dauert es, bis man sich an die Zeitumstellung gewöhnt hat? A: Nach wenigen Tagen hat sich der Leistungsknick meist erledigt und die innere Uhr ist in der Sommerzeit angekommen.
F: Verliere ich am Sonntag eine Stunde Schlaf? A: Ja, in der Nacht auf Sonntag, den 29. März 2026, werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt – die Nacht ist dadurch eine Stunde kürzer.