02. April 2026 – Radio Brocken

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Spritpreisbremse in Deutschland: Wann tanken jetzt am günstigsten ist

Seit 1. April 2026 gilt die Spritpreisbremse: Preiserhöhungen nur noch um 12 Uhr. Experten raten zu Tankzeiten zwischen 8-11 Uhr und 18-22 Uhr.

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Eine Frau tankt an einer Tankstelle., Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Seit dem 1. April 2026 gilt in Deutschland die Spritpreisbremse nach österreichischem Vorbild. Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöhen, Senkungen sind jederzeit möglich. Ein Experte erklärt, wann Autofahrer jetzt am besten tanken sollten.

Neue Regelung: Preiserhöhungen nur noch einmal täglich

Das neue Tankstellengesetz trat am 1. April 2026 in Kraft. Tankstellen dürfen ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich um 12 Uhr Ortszeit anheben. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro. Die Bundesregierung hat zusätzlich Teile der nationalen Erdölreserve freigegeben. Künftig müssen Mineralölunternehmen bei Verdacht auf missbräuchliche Preissetzung selbst belegen, dass sie rechtmäßig gehandelt haben.

Experten-Tipp: Vormittags tanken spart Geld

Tankstellen-Experten raten, vor 12 Uhr mittags zu tanken. Nach der neuen Regelung erfolgen Preiserhöhungen ausschließlich zur Mittagszeit. Wer morgens tankt, profitiert von den niedrigeren Preisen der Nacht. Am Nachmittag und Abend sinken die Preise häufig wieder, da Tankstellen ihre Preise senken dürfen. Die günstigsten Zeitfenster liegen zwischen 8 und 11 Uhr sowie zwischen 18 und 22 Uhr.

Rekordpreise nach Iran-Konflikt

Die Kraftstoffpreise erreichten im März 2026 historische Höchststände. Diesel kostete durchschnittlich 2,164 Euro pro Liter – mehr als nach Beginn des Ukraine-Kriegs im März 2022 mit 2,140 Euro. Super E10 lag bei durchschnittlich 2,022 Euro pro Liter. Am 31. März 2026 zahlten Autofahrer 2,107 Euro für Super E10 und 2,316 Euro für Diesel. Innerhalb eines Monats stiegen die Preise um 17 bis 31 Prozent. Seit Kriegsbeginn verteuerte sich Benzin um fast 5 Prozent.

Deutschland mit höchsten Steigerungsraten in der EU

Deutschland verzeichnet die stärksten Preissteigerungen in der Europäischen Union seit Kriegsbeginn. Nur in den Niederlanden zahlen Autofahrer teilweise mehr. In Frankreich kostete Benzin am 9. März 2026 etwa 1,84 Euro, Diesel 1,95 Euro. Die Preise in Deutschland stiegen im gleichen Zeitraum etwa doppelt so stark wie in anderen EU-Mitgliedstaaten. In Dänemark liegen die Preise deutlich niedriger als in Deutschland.

Prognose: Keine Entspannung bis 2027

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute wie das Ifo-Institut und das DIW erwarten keine Entspannung. Die Inflationsrate wird für 2026 auf 2,8 Prozent prognostiziert, für 2027 auf 2,9 Prozent. Das Wirtschaftswachstum fällt schwächer aus als erwartet: 2026 nur 0,6 Prozent, 2027 etwa 0,9 Prozent. Höhere Energiepreise werden Deutschlands Einkommen in den Jahren 2026 und 2027 um etwa 50 Milliarden Euro schmälern. Die Institute empfehlen statt staatlicher Preiseingriffe zielgerichtete soziale Ausgleichsmaßnahmen.

ℹ️ Was ist die Spritpreisbremse? Die Spritpreisbremse nach österreichischem Vorbild erlaubt Tankstellen nur noch eine Preiserhöhung pro Tag – und zwar ausschließlich um 12:00 Uhr mittags. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro. Das Modell gilt in Österreich bereits seit etwa 15 Jahren und soll in Deutschland extreme Preisschwankungen innerhalb eines Tages verhindern.

🔗 Wie wirkt sich der Iran-Konflikt auf deutsche Spritpreise aus? Der Iran-Konflikt hat die Ölpreise weltweit in die Höhe getrieben. In Deutschland stiegen die Kraftstoffpreise innerhalb eines Monats um 17 bis 31 Prozent. Diesel erreichte im März 2026 mit 2,164 Euro pro Liter einen historischen Höchststand – mehr als nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Deutschland verzeichnet die stärksten Preissteigerungen in der EU: etwa doppelt so stark wie in anderen Mitgliedstaaten. Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass höhere Energiepreise Deutschlands Einkommen 2026 und 2027 um etwa 50 Milliarden Euro schmälern werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Sprit 2026 so teuer? Die hohen Spritpreise resultieren aus dem Iran-Konflikt, der die Ölpreise in die Höhe getrieben hat. Innerhalb eines Monats stiegen die Preise um bis zu 31 Prozent. Deutschland verzeichnet die stärksten Preissteigerungen in der EU.

Wann sollte man aktuell tanken? Am günstigsten tanken Autofahrer zwischen 8 und 11 Uhr vormittags sowie zwischen 18 und 22 Uhr abends. Nach 12 Uhr mittags können Tankstellen ihre Preise erhöhen, senken sie aber oft am Nachmittag wieder.

Wie funktioniert die Spritpreisbremse genau? Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöhen. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro.

Werden die Spritpreise 2027 sinken? Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren keine Entspannung. Die Inflationsrate wird 2027 bei 2,9 Prozent liegen. Höhere Energiepreise belasten Deutschlands Wirtschaft dauerhaft.

Was kostet ein Liter Benzin in Deutschland heute? Ende März 2026 lag Super E10 bei durchschnittlich 2,107 Euro pro Liter, Diesel bei 2,316 Euro. Die Preise schwanken täglich und regional.

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