Sachsen-Anhalt-Reporter

Blaues Bier aus der Hochschule Anhalt in Köthen

Jetzt wird´s blau in der Bierflasche...

Ein paar Bierchen zu viel und man ist "blau". Mit dem Bier aus der Hochschule Anhalt bekommt dieses eine neue Bedeutung, denn dieses Bier ist tatsächlich BLAU. Studenten an der Hochschule Anhalt in Köthen ist nun ein ganz eigener Coup gelungen mit: REAL OCEAN BLUE

Weil seine Kollegin viel mit Algen macht, wollte Prof. Dr. Jean Titze mal was neues damit probieren, denn schließlich sind die kleinen grünen Organismen wahre Gesundheitsbomben. Also warum dann nicht mal ein Bier daraus brauen? Immerhin ist Bier das Lieblingsgetränk der Deutschen.
Weil aber die Algen zu sehr nach Gras schmecken, konnte er diese nicht als Grundlage nehmen. Stattdessen wird Reis, der fast farblos ist, und etwas Gerste verwendet. Das Bier würde sonst grün werden, wenn man reinen Weizen und Gerste nehmen würde.

Die blaue Farbe bekommt das Bier die durch Alge Spirulina, die als Blaualge für Ärgernis in Badeseen sorgt. Der blaue Farbstoff (Phycocyanin) kommt in der Natur ausschließlich in Algen vor und ist wasserlöslicher Proteinfarbstoff. Die Algen werden solange mit wässriger Lösung aufgeschüttelt, bis sich Clorophyll (grüner Farbstoff) löst. Dann wird der der blauer und grüner Farbstoff mit Aceton und ein bisschen Kochsalz getrennt. Übrig bleibt der Stoff, mit dem man blau färben kann.

Das Bier ist also ein reines Naturprodukt, das dazu noch gesund ist. Der blaue Stoff ist immunstimulierend, entzündungshemmend sowie krebsvorbeugend und hat eher eine homöopathische Wirkung.

Aktuell ist das Bier eher grün/blau und der Schaum leicht Baby blau. Damit das Bier auch nach Wochen in der Flasche noch blau bleibt, wird gerade noch erforscht, wie der Farbstoff länger haltbar bleibt.

Vom Geschmack her schmeckt wie Coronabier bzw. Budweiser. Es ist also ein sehr leichtes und gesundes Bier.

Das Team um Prof. Dr. Titze forscht bereits seit 1,5 Jahren an dem blauen Bier und hat auch schon Brauerein in Sachsen-Anhalt gefunden, die es abfüllen und vertreiben würden. Doch durch die Corona-Pademie verzögert sich die "Premiere".
Bis dahin heißt es also: Abwarten und Tee trinken.



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