17. Juli 2026 – dpa Nachrichten
Überflutete Straßen und herabfallende Äste: Heftige Gewitter führten zu zahlreichen Feuerwehr- und Rettungseinsätzen. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Schwere Gewitter haben am Nachmittag in Teilen Sachsen-Anhalts zu etlichen Einsätzen von Feuerwehr und Rettungskräften geführt. Nach Angaben der Leitstellen gab es mindestens 70 Alarmierungen wegen vollgelaufener Keller, überfluteter Straßen und Bäumen oder Ästen auf der Fahrbahn. Verletzt wurde niemand.
Im Burgenlandkreis liefen nach Angaben der Leitstelle mehrere wetterbedingte Einsätze. Im Harz sorgten Starkregen und Hagel für Behinderungen. In Derenburg standen nach einem heftigen Regenguss Straßen unter Wasser, auch Hagel ging nieder. Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten aus, um überflutete Fahrbahnen zu reinigen. In Ermsleben stand die Bundesstraße 185 im Bereich der Endorfer Straße unter Wasser.
Bei der Feuerwehr in Dessau-Roßlau gingen nach einem heftigen Unwetter mit Starkregen und Gewitter fast im Minutentakt Meldungen über überflutete Keller und Straßen sowie Wassereinbrüche über Dächer ein, teilte die Stadt mit.
Betroffen waren neben zahlreichen Wohngebäuden auch Kindertagesstätten, eine Schule und ein Einkaufszentrum, das vorsorglich geräumt wurde. «Stand 20.00 Uhr waren es dann insgesamt 121 Einsätze zu Hilfeleistungen und acht Brandeinsätze, die das Unwetter mit Gewitter und Starkregen erforderte», hieß es.
Zeitweise waren knapp 170 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Obwohl das Unwetter nach Angaben der Stadt nur etwa 20 Minuten dauerte, seien die Folgen erheblich gewesen.
«So viele Einsätze in so kurzer Zeit hatten wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr», wurde Feuerwehrmitarbeiter Marcel Koppehel in der Mitteilung zitiert.
Im Salzlandkreis war die Straße zwischen Mehringen und Freckleben wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Wie der Wetterdienst des MDR berichtete, fielen in Aschersleben bei Starkregen bis zu 62 Liter je Quadratmeter. Auf der A36 in Höhe der Anschlussstelle Aschersleben Ost kam es zu einem Unfall. Nach Polizeiangaben war ein Auto mit mehreren Insassen in Richtung Bernburg unterwegs, als es wegen Aquaplanings ins Schleudern geriet. Verletzt wurde dabei niemand.
Ruhig blieb es dagegen trotz Unwetterwarnungen im Jerichower Land. Nach Angaben der Leitstelle gab es keine unwetterbedingten Einsätze.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für mehrere Regionen Sachsen-Anhalts vor schweren Gewittern mit orkanartigen Böen, heftigem Starkregen und Hagel gewarnt. In Weißenfels wurden die Menschen zur Warnung auch über Sirenen auf das Unwetter aufmerksam gemacht, wie unter anderem die Leitstelle des Burgenlandkreises bestätigte.