16. Juli 2026 – dpa Nachrichten

Tarifabschluss

Mehr Geld für Beschäftigte in Lebensmittelwerken

Für Beschäftigte mehrerer Lebensmittelwerke in Sachsen-Anhalt gibt es künftig mehr Geld. Der Tarifabschluss soll die Löhne schrittweise an das Westniveau heranführen.

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Eine Tarifeinigung bringt Beschäftigten in mehreren Lebensmittelwerken höhere Löhne. (Archivbild)

Für rund 1.700 Beschäftigte in den Lebensmittelwerken der Schwarz-Gruppe steigen die Löhne. Das Unternehmen, das unter anderem Lebensmittel für die Handelsketten Lidl und Kaufland herstellt, und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag für die Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt geeinigt. Er sieht eine schrittweise Angleichung an das Tarifniveau in Niedersachsen bis zum Jahr 2031 vor.

Betroffen sind nach Angaben der NGG die Großbäckerei Bonback in Halle sowie die Getränkewerke MEG in Jessen, Leißling, Roßbach und Weißenfels. Nach Angaben des Unternehmens gilt der Tarifabschluss zudem auch für das Nudelwerk Bon Pasta in Erfurt.

Noch in diesem Jahr steigen die Entgelte in zwei Schritten um insgesamt 5,75 Prozent. Zusätzlich zur Erhöhung erhalten die Beschäftigten eine Erholungsbeihilfe von 156 Euro netto. Ab 2027 werden die Tarifsteigerungen eines vergleichbaren Tarifvertrags in Niedersachsen übernommen und jährlich um weitere zwei Prozent ergänzt. Die vollständige Angleichung soll zum 1. Juli 2031 erreicht sein. Für Fachkräfte entspricht das nach Berechnungen der Gewerkschaft einem monatlichen Lohnplus von rund 1.000 Euro.

NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig bezeichnete den Abschluss als «mehr als überfälligen» Schritt zur Lohnangleichung. Weitere Unternehmen müssten nun nachziehen.

Schwarz-Produktion sprach von einem tragfähigen Kompromiss. Eine vollständige Angleichung innerhalb von drei Jahren wäre wirtschaftlich nicht leistbar gewesen, erklärte Vorstandschef Jörg Aldenkott.

Der Tarifkonflikt ist damit allerdings noch nicht beendet. Nach Angaben der NGG gehören zum Tarifgebiet Sachsen-Anhalt insgesamt 15 Betriebe mit gut 3.000 Beschäftigten. Weitere Unternehmen hätten sich inzwischen bereit erklärt, über eine Angleichung der Löhne an das westdeutsche Tarifniveau zu verhandeln.

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