04. Juli 2026 – dpa Nachrichten

Bundesjägertag in Suhl

Jäger erlegen hohe Anzahl an Nutrias

Nutrias bedrohen Schilfgürtel und den Hochwasserschutz. Warum Jägerinnen und Jäger deutschlandweit verstärkt gegen die invasive Art vorgehen und wie die Zahlen für Sachsen-Anhalt aussehen.

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Zu den invasiven Arten zählt auch der Nutria. (Archivbild)

Sachsen-Anhalts Jägerinnen und Jäger erlegen immer mehr Nutrias. Innerhalb von zehn Jahren habe sich die Zahl mehr als vervierfacht, wie der Deutsche Jagdverband anlässlich des Bundesjägertages in Suhl (Thüringen) mitteilte. Demnach waren im Jagdjahr 2024/25 landesweit 7.019 Nutrias erlegt worden, 2014/15 waren es 1.625. Der bisherige Höchststand wurde einer Statistik zufolge mit 9.689 erlegten Nutrias im Jagdjahr 2020/21 registriert. Die Art gelte als invasiv, daher sei Deutschland verpflichtet, den Bestand einzudämmen, hieß es.

Bundesweit erlegten die Jägerinnen und Jäger im Jagdjahr 2024/25 mehr als 131.000 der ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias. Sie vernichten nach Verbandsangaben Schilfgürtel und setzen damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Außerdem unterhöhlen die Tiere Deichanlagen und gefährdeten den Hochwasserschutz, wie es hieß.

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