08. November 2026 – dpa Nachrichten
2. Fußball-Bundesliga
Dynamo Dresden zeigt daheim ein anderes Gesicht. Effizient und auch zu null. Nun fordert Trainer Stamm auch in der Fremde ein anderes Auftreten.
Den Sprung von den Abstiegsplätzen hat Ligaschlusslicht Dynamo Dresden geschafft. Doch was bewirkt der 3:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth? Wie schon beim Weiterkommen im DFB-Pokal mit dem 2:0 gegen den FC Schalke 04 zeigten die Elbestädter gegen die Franken eine absolut effiziente Leistung. «Das sind die Spiele, wo es dann zählt. Freitagabend, Flutlichtspiel, zu Hause - das macht richtig Bock. Wir haben heute eine richtig gute Reaktion gezeigt», sagte Torschütze Ben Bobzien.
Stürmer Vincent Vermeij stand danach wie nach einem Boxkampf in der Mixedzone. «Ich glaube, der hat mich voll mit seinem Schuh getroffen», meinte der Niederländer mit stark geschwollener Nase und bilanzierte: «Die erste Halbzeit in Hannover war in meinen Augen sogar besser, doch jetzt haben wir das Spiel mal über 90 Minuten gezogen. Das ist halt das Wichtigste.» Mit blutender Nase hatte er das 3:0 (55. Minute) erzielt, nachdem zuvor Robert Wagner (31.) und Ben Bobzien (41.) vor 30.786 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion trafen.
«Mit der Art und Weise, wie wir es runtergespielt haben, bin ich sehr zufrieden», sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm und betonte: «Zu Hause ist es immer schöner. Wenn wir diese Heimstärke haben, diesen Support haben, sind wir natürlich glücklich. Unterm Strich ist es trotzdem so, dass wir perspektivisch unsere Spiele auch auswärts erfolgreich gestalten müssen.» Nächste Chance ist für die weiter auswärts sieglosen Dresdner nach der Länderspielpause in zwei Wochen auf dem Betzenberg beim 1. FC Kaiserslautern. Bislang gab es in der Fremde nur zwei Remis.
Nur daheim mit drei Zählern punkten reicht auf Dauer nicht. Und nach der starken ersten Halbzeit bei der 1:2-Niederlage in Hannover hatte Stamm vor dem Fürth-Spiel den Finger in die Wunde gelegt. «Am Ende geht es darum, die Dinge nach Hause zu bringen. Wir sind oft nur 60, 70 Minuten gut. Es geht um Konstanz und die Konsequenz, es über 90 Minuten durchzubringen», sagte Stamm. Sein Team setzte es gegen die Franken effizient und konsequent um.
Vor allem war das Schussglück diesmal auf Dynamo-Seite, denn die ersten beiden Treffer wurden beide von Hendry Blank unhaltbar abgefälscht. «Vor ein paar Wochen hieß es, dass wir mehr schießen müssen. Das haben wir uns zu Herzen genommen. Ich glaube, die Liga ist so ausgeglichen, dass du solche Momente brauchst», sagte Stamm und betonte: «Trotzdem ist es manchmal so, dass du das Glück brauchst.»