25. Oktober 2026 – dpa Nachrichten

Fußball-Bundesliga

Die zwei RB-Extreme: Was ist der Heimsieg wirklich wert?

Die Leipziger Serien halten. Gegen Elversberg gibt es saisonübergreifend den neunten Heimsieg, die Null steht im eigenen Stadion. Nun muss RB auch auswärts punkten.

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Daheim schießt RB Tore am Fließband.

Es bleibt dabei: Im eigenen Stadion ist RB Leipzig eine Macht - zumindest ergebnistechnisch. Das 4:0 über die SV Elversberg war der vierte Bundesliga-Heimsieg in dieser Saison mit nun beeindruckenden 18:0 Toren. Damit schnuppern die Sachsen sogar wieder an den Champions-League-Plätzen. So weit, so gut. Doch was sind die deutlichen Heimsiege wirklich wert? Wie gut ist die gegen Elversberg gleich auf acht Positionen im Vergleich zum Spiel bei Real Madrid veränderte Mannschaft?

Diese Fragen kann aktuell niemand beantworten. Weder Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer, noch Trainer Martín Demichelis oder ein Spieler. Die Mannschaft hat zwei Gesichter: daheim hui, auswärts pfui. Die klaren Heimerfolge übertünchen immer wieder die teilweise leblosen Auswärtsauftritte und die damit verbundenen Pleiten. Konstanz ist ein Fremdwort. Bislang gab es noch nicht einmal einen Punkt in der Fremde, sieht man mal vom Pokalerfolg in der ersten Runde beim Regionalligisten in Trier ab.

Eine Lösung muss nach Schäfers Worten schnellstens gefunden werden. «Wenn man sich die Heim- und Auswärtstabelle anschaut, bewegen wir uns momentan in zwei Extremen. Das wollen wir nicht. Das ist nicht unser Anspruch und darf auch nicht so bleiben, denn so werden wir unsere Ziele nicht erreichen», sagte der Sport-Geschäftsführer vor den beiden Auswärtsspielen am Dienstag (18.00 Uhr) im Pokal beim Drittligisten Rot-Weiss Essen und am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Schalke 04.

«Zu Hause wissen wir einfach, dass das unser Rasen ist, unsere Fans hinter uns stehen - wir spüren unsere Atmosphäre. Die Fans sind sehr wichtig für uns, sie pushen uns entscheidend», sagte Tidiam Gomis, der nach einer äußerst schwachen ersten Halbzeit mit seinem Tor den Knoten gegen Elversberg gelöst hatte.

Doppeltorschütze Romulo zieht mentale Gesichtspunkte heran. «Ich denke, wir müssen auswärts ruhiger und gelassener bleiben. Wir sind jetzt bisschen unter Druck, weil wir kein einziges Spiel auswärts gewonnen haben. Wir müssen auswärts ebenso geduldig bleiben, wie daheim» meinte Romulo.

Demichelis ist überzeugt, dass es vorangeht. «Heute war eine erste Prüfung gegen einen ekligen Gegner, wir müssen mit Selbstbewusstsein und Vertrauen dahin fliegen. Das ist eine mentale Frage», sagte der Argentinier. Ob es in den beiden Stadien, die für ihre leidenschaftlichen Fans bekannt sind, tatsächlich gelingt, eine «Heimatmosphäre» zu schaffen, wie es Gomis vorschlägt, bleibt abzuwarten. Fakt bleibt aber: Auf fremden Plätzen müssen nun Siege her, sonst werden die selbstgesteckten Ziele des ambitionierten Clubs frühzeitig verfehlt.

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