10. Juni 2026 – dpa Nachrichten
Sie täuschen Notlagen wie gesundheitliche Probleme oder Geldengpässe vor. Wer angesprochen wird, soll sich bei der Polizei melden.
Die Bundespolizei warnt vor Betrügern an Bahnhöfen. Reisende würden vor allem in der Nähe von Geld- oder Fahrausweisautomaten von mutmaßlichen Betrügern angesprochen, die eine Notlage vortäuschen, teilten die Beamten mit. Zuletzt sei es am Leipziger Hauptbahnhof zu einem solchen Fall gekommen.
Dort habe ein Reisender Bargeld abgehoben und sei kurz darauf von mehreren Personen angesprochen worden. Sie baten ihn um finanzielle Unterstützung für die Weiterreise. Der Reisende gab den Personen demnach Bargeld, bekam jedoch sein zugesagtes Rückgeld nicht. Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf und konnte Tatverdächtige identifizieren, hieß es.
Häufig in Gruppen unterwegs
In anderen Fällen wurden den Angaben nach der Verlust von Bahntickets, Reisedokumenten, Geldbörsen oder Bankkarten, aber auch gesundheitliche Probleme vorgetäuscht. Außerdem habe es Täter gegeben, die behaupteten, Geld sofort zurücküberweisen zu wollen, nachdem sie Bargeld bekommen hatten, machten dies aber nicht.
Nach Angaben der Bundespolizei treten die Täter häufig in Gruppen auf und sprechen meist Englisch oder gebrochenes Deutsch.