18. Juni 2026 – dpa Nachrichten

Freizeit

Anlagen in Pömmelte und Goseck mit Festen zur Sonnenwende

Musik, Archäologie und Sommersonnenwende: Umfangreiche Programme sind für Besucher am Ringheiligtum Pömmelte und am Sonnenobservatorium Goseck geplant.

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Das Sonnenobservatorium in Goseck ist aus einem Doppelkreis aus Holzpfählen gebildet, in dem Öffnungen Sonnenauf- und -untergänge für bestimmte archäologische Ereignisse ermöglichen. (Archivbild)

Mit Familienfesten, Konzerten, Führungen und Mitmachangeboten wird am 21. Juni die Sommersonnenwende am Ringheiligtum Pömmelte (Salzlandkreis) gefeiert.

«Ab 17.00 Uhr beginnt am Ringheiligtum ein Familienfest mit Bühnenprogramm, anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Rekonstruktion», sagte die Verantwortliche für das Ringheiligtum Pömmelte, Susanne Dedow. Geplant sind unter anderem Auftritte von Musikern und einem Puppentheater. Entlang einer Mitmach-Straße rund um die rekonstruierte Kreisgrabenanlage können Besucher Bogenschießen ausprobieren, töpfern, Kräuterkränze flechten oder Nachbildungen der Himmelsscheibe von Nebra basteln. Experten erläutern dabei die Geschichte des Fundplatzes. Zudem stehen ein Wasserspielplatz, Kreativwerkstätten und Gästeführungen auf dem Programm.

«Wir haben die Stationen bewusst rund um das Ringheiligtum angeordnet», sagte Dedow. «Der Innenbereich der Anlage bleibt frei, damit die Besucher die Sommersonnenwende und den Sonnenuntergang in besonderer Atmosphäre erleben können.» In den vergangenen Jahren kamen nach Angaben Dedows jeweils rund 1.000 Besucher zur Feier der Sommersonnenwende.

Große Bedeutung für die Entwicklung des Standorts misst Dedow dem vor drei Jahren eröffneten Besucherzentrum bei. Dieses werde ausgezeichnet angenommen und sei eine große Bereicherung. Dort wird am 21. Juni eine Fotoausstellung zum Ringheiligtum eröffnet, die bis zum 21. September zu sehen ist. Nach rund 50.000 Gästen in den vergangenen Jahren kamen im Vorjahr bereits 57.000 Besucher, um die Anlage zu sehen. Ausländische Gäste kamen insbesondere aus den USA und Kanada. Für dieses Jahr sind mehr als 60 Veranstaltungen geplant.

Auch in der Arche Nebra gibt es ein Programm sowie die Möglichkeit, den Sonnenuntergang auf dem Mittelberg am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra zu erleben.

Das rund 4.300 Jahre alte Ringheiligtum in Pömmelte-Zackmünde (Salzlandkreis) wurde zwischen 2005 und 2008 komplett ausgegraben. Es gilt als das «deutsche Stonehenge». Die Rekonstruktion ist seit 2016 für Besucher geöffnet. Eine neun Meter hohe Aussichtsplattform bietet einen umfassenden Überblick.

Am Sonnenobservatorium Goseck (Burgenlandkreis) beginnt das Programm bereits um 14.00 Uhr mit einem Informationsstand, Kinderangeboten und Führungen. Um 21.00 Uhr ist ein Schüler-Chorkonzert geplant. Die Sänger wollen den Sonnenuntergang musikalisch begleiten. Anschließend können Besucher durch Teleskope beobachten, die von den Sternenfreunden des Planetariums Merseburg aufgebaut werden.

Das rund 7.000 Jahre alte Sonnenobservatorium von Goseck gilt als eine der ältesten bekannten Sonnenbeobachtungsanlagen der Welt. Mit seinen Toren konnten die Menschen der Jungsteinzeit den kürzesten und den längsten Tag des Jahres bestimmen. Die rekonstruierte Anlage wurde Ende 2025 eröffnet. Sie liegt rund 25 Kilometer vom Fundort der mehr als 3.600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra entfernt und gehört wie das Ringheiligtum Pömmelte zur touristischen Route der Himmelswege in Sachsen-Anhalt.

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