16. Juni 2026 – dpa Nachrichten
Ein beschädigter Spanndraht hat am Montag den Bahnverkehr zwischen Magdeburg und Halle lahmgelegt. Die Folge: größere Auswirkungen auf Zugreisende.
Ein Bagger hat eine Oberleitung in Schönebeck (Elbe) beschädigt und für viele Ausfälle und Verspätungen auf der Strecke zwischen Halle und Magdeburg gesorgt. 36 Züge waren nach dem Unfall am Montag verspätet, 11 fielen ganz und 64 zum Teil aus, wie die Bundespolizei mitteilte. 47 Züge mussten demnach umgeleitet werden. Die Strecke ist inzwischen wieder frei. Gegen den Baggerfahrer wird wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Den Angaben zufolge verlud eine Firma am Montagmittag im Auftrag der Bahn Gleisteile, als der Bagger einen Spanndraht der Oberleitungsanlage beschädigte. Die Oberleitung riss und wurde von einem Intercity-Zug und einer Regionalbahn erfasst. Die Stromabnehmer an beiden Zügen rissen ab, sie kamen daraufhin auf offener Strecke zum Stehen.
Laut Bundespolizei konnten die Züge nicht mehr weiterfahren. Die rund 20 Passagiere des Regionalzuges wurden evakuiert, die 190 Fahrgäste des Intercity-Zuges saßen zunächst in der Bahn fest. Beide Züge wurden von einer Diesellokomotive von der Unfallstelle weggezogen. Der IC-Zug erreichte den Magdeburger Hauptbahnhof schließlich mit einer Verspätung von 3,5 Stunden und setzte seine Fahrt anschließend in Richtung Hannover fort.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 75.000 Euro.