Corona

Was Sie über Schutzmasken wissen müssen

Wen sie schützen, wie man sie anzieht und wie gefährlich sie sind.

Schützt mich eine Mund-Nasen-Schutzmaske vor dem Coronavirus?

Das kommt auf die Maske drauf an. An sich gibt es drei Arten von Masken.

1. FFP2/FFP3-Masken ohne Ventil

Die dicht anliegenden FFP-Masken schützen den Träger zuverlässig vor Viren. Diese Atemschutzmasken filtern kleinste Partikel und Tröpfchen aus der Luft. Aber auch umgekehrt wird das Umfeld geschützt, da auch die ausgeatmete Luft gefiltert wird.

2. FFP2/FFP3-Masken mit Ventil

Auch diese Masken schützen den Träger. Sie bieten außerdem einen höheren Tragekomfort, da das Ausatmen leichter fällt. Allerdings schützen sie nicht das Umfeld.

3. Mund-Nasen-Schutzmasken/Gesichts-/Communtiy-/DIY-Masken

Das sind die Masken, die vor allem in der Verordnung des Landes gemeint sind. Der Sinn hinter einer Maske ist weniger der Schutz für einen selbst, als vielmehr seine Mitmenschen zu schützen. Die Gefahr jemanden mit dem Coronavirus anzustecken, ist wenige Tage bevor man selbst Symptome des Virus zeigt, am höchsten. Man ist also ansteckend, bevor man überhaupt merkt, dass man infiziert ist.

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Durch eine Maske hält man zumindest einen Teil der größten, infektiösen Tröpfchen, die man beim Sprechen, Husten und Ausatmen verbreitet, zurück. Auch können kleinere Tröpfchen abgebremst werden, die dadurch nicht mehr so weit fliegen.

Nach wie vor gilt aber, dass Abstand und Händewaschen der beste Schutz gegen den Coronavirus sind.

Wie setze ich eine Maske richtig auf?

Ungeübt kann man es kaum verhindern, dass man sich beim Aufsetzen der Maske ins Gesicht fasst. Deshalb sollte man sich vorher gründlich die Hände mit Seife waschen (mindestens 20 Sekunden die Hände einseifen) oder mit Desinfektionsmittel reinigen. Die Maske muss Mund und Nase bedecken und eng angepasst werden, sodass keine Lücken zwischen Gesicht und Maske bleiben.

Vorsicht: Das macht das Atmen schwerer und kann vor allem für ältere Menschen unangenehm sein.

Was muss ich bei Masken beachten?

Um der Maskenpflicht des Landes zu genügen, reicht es bereits ein Tuch, Schal oder eine selbstgenähte Maske zu tragen. Die schützen in erster Linie nicht den Träger, sondern die Menschen in seinem Umfeld.

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Die Masken müssen regelmäßig gewechselt und gereinigt (siehe weiter unten) werden. Durch die Atemluft werden sie nämlich feucht und verlieren nach und nach ihre “Barrierefunktion”.

Wo sind Mund-Nasen-Schutzmasken sinnvoll?

Die Verordnung des Landes schreibt vor, dass sie beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr getragen werden müssen. Das ergibt auch Sinn. Dies sind Orte, an denen die Distanz von 1,5 Meter meist unterschritten wird.

Auch in anderen geschlossen Räumen, wie im Wartezimmer beim Arzt, kann es sinnvoll sein, mit einer Maske andere Menschen zu schützen. Wer sich im freien Aufhält, der muss keine Maske tragen. Die Ansteckungsgefahr (bei gewahrtem Sicherheitsabstand) ist sehr gering.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske für Kinder gefährlich?

In den letzten Tagen verbreitet sich ein Kettenbrief vor allem über WhatsApp, aber auch andere soziale Netzwerke. Demnach soll unter Schutzmasken ein "CO2-Stau" entstehen, der vor allem für Kinder gefährlich ist.

Dies ist aber vor allem bei einfachen, selbstgenähten Masken nicht der Fall. Ein solcher "CO2-Stau" unter der Maske kann ausgeschlossen werden, da die Masken aus Stoff und nicht aus luftundurchlässigem Plastik sind.

Tatsächlich wird aber das Tragen einer Maske für Kleinkinder und Kinder in der Realität eher schwierig sein. Denn nach dem Anlegen sollte der Träger die Maske nicht mehr berühren und das wird bei Kindern nur unter ständiger Erinnerung durch die Eltern gelingen können.

Im Freien sind die Masken aber generell überflüssig.

Wie gefährlich sind Masken?

An sich sind die Masken nicht gefährlich. Doch sie können den Träger in falscher Sicherheit wiegen. Dadurch kann er zum Beispiel den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern unterschreiten.

Außerdem passiert es schnell, dass die Maske falsch benutzt wird. Viele Menschen greifen oft an die Maske, um den Sitz zu prüfen oder zu korrigieren. Das sollten sie aber zum optimalen Schutz nicht tun.

Oft schieben Menschen ihre Maske auch zwischenzeitlich unters Kinn und schieben sie in bei Bedarf wieder vors Gesicht. Dabei kann es zu einer Schmierinfektion kommen.

Deshalb gilt beim Tragen:

  1. Sich so verhalten, als ob man keine Maske trägt.
  2. Die Maske nicht anfassen und so behandeln, als ob sie mit Viren verunreinigt wäre.
  3. Nach dem Absetzen der Maske die Hände gründlich waschen. Davor Berührungen im Gesicht und an der Maske vermeiden.
  4. Sicherheitsabstand einhalten.
  5. Trotz Maske in die Armbeuge husten und niesen.

Wie reinige ich meine Maske?

Selbstgenähte Baumwollmasken sollten mindestens bei 60 Grad gewaschen werden. Noch sicherer ist es, sie bei 90 Grad zu waschen oder sogar auszukochen. Alternativ können die Masken bei entsprechend hohen Temperaturen auch gebügelt werden.

Ebenfalls ist es möglich, die Masken bei hoher Temperatur im Backofen zu trocknen und so die die Viren unschädlich zu machen. Bei dieser Variante sollte man aber immer ein Blick auf die Masken habe, damit sie nicht verbrennen.

Auch möglich ist es, die Masken in der Mikrowelle zu desinfizieren. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die Maske keine Drahtbügel hat. Durch das Metall könnten in der Mikrowelle Funken entstehen, die sowohl die Schutzmaske als auch das Gerät in Brand stecken könnten.

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