29. August 2025 – Radio Brocken
Stiftung Warentest hat 17 gemahlene Röstkaffees in Kapseln und Kugeln getestet.
Neben dem Preis-Leistungsverhältnis und dem Geschmack gings es auch darum, ob und inwieweit sich Kaffeekapseln recyclen lassen, denn durch Kaffeekapseln entstehen jährlich 9.700 Tonnen Müll.
Geschmacklich kaum Unterschiede
Egal für welche Zubereitungsart man sich entscheidet, Kaffee ist generell teurer geworden, vor allem wegen großer Ernteausfälle infolge des Klimawandels.
Geschmacklich unterscheiden sich die bunten Kapseln im Test kaum. Diesen Trend hat Stiftung Warentest schon in vorherigen Tests festgestellt.
Kaffeekapsel ist nicht gleich Kaffeekapsel, das Produkt der Wahl muss zur jeweiligen Maschine passen. Marktführer in Deutschland ist Nespresso mit einem Marktanteil von rund 34 Prozent. Inzwischen bieten viele Hersteller kompatible Kapseln für dieses System an.
Im Test befanden sich zehn Kapseln für Nespresso sowie Produkte für andere Systeme wie Tassimo oder Lavazza. Für diese Maschinen ist die Auswahl an kompatiblen Kapseln jedoch deutlich eingeschränkter.
Testsieger und Testverlierer
Unter den Kaffeekapseln für das Nespresso-System liegt Edeka Gut & Günstig mit der Testnote 1,7 vorn. Eine Kapsel kostet 19 Cent.
Am günstigsten und ebenfalls mit "gut" bewertet sind die Kapseln von Lidl. Sie kosten 17 Cent pro Stück - Testnote 2,3. Damit sind sie der Preistipp der Stiftung Warentest.
Die Kaffeekapseln von Cup-Verde sind mit 53 Cent pro Stück die teuersten im Test. Im enthaltenen Kaffeepulver fanden die Tester Ochratoxin A - ein Schimmelpilzgift, das möglicherweise als krebserregend gilt und Leber sowie Nieren schädigen kann.
In der gefundenen Konzentration hält das Produkt den gesetzlichen Höchstgehalt allerdings ein.