29. Oktober 2026 – Radio Brocken
Anders als Nassfutter bleibt Trockenfutter lange „frisch“ und damit für unsere kleinen schnurrenden Lieblinge essbar. Wenn der berühmte „kleine Hunger“ kommt, bietet sich ein kleiner Napf davon als Zwischenmahlzeit auf alle Fälle immer gut an.
Beruhigend: Die meisten Produkte sind unbedenklich
Ökotest hat 23 Trockenfutter für erwachsene Katzen untersucht, darunter zwei Bio-Produkte. Spezialisierte Labore analysierten Nährstoffe und Schwermetalle, Experten haben die Ergebnisse aufbereitet und bewertet – mit einem überwiegend erfreulichen Ergebnis. Alle Futter decken den Protein- und Aminosäurebedarf, auch bei Taurin und Arginin. Die Fettsäureversorgung beurteilt Ökotest ebenfalls als in Ordnung und gefährliche Schwermetalle etwa wurden nur in sehr geringen und damit unschädlichen Mengen gefunden.
Zu viel oder zu wenig – Produkte, die aufgefallen sind
Bei den Mineralstoffen fallen vier Produkte auf. Das Bio-Futter von Liebesgut überschreitet den EU-Höchstgehalt für Kupfer und erhält deshalb das Urteil „ungenügend“. Schaden sei laut Gutachter zwar nicht zu erwarten, Verbraucher dürften sich aber auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben verlassen. Pet Bistro von Müller enthält zu wenig Jod und wird „mangelhaft“. Cachet von Aldi unterschreitet bei Kalium die Empfehlungen. Bei Dehner stimmt das Calcium-Phosphor-Verhältnis nicht. Beide bekommen „ausreichend“.
Kleingedrucktes mit großer Wirkung
Viele Gesamturteile sinken wegen der Verpackungen. Zwölf Produkte schneiden bei den „Weiteren Mängeln“ mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Kritisiert werden ungenaue Fütterungsempfehlungen und fehlende Hinweise, dass Leckerlis die Tagesration mindern. Auch weichen gemessene Werte oft von den deklarierten ab. Zwei Hersteller bewerben entzündungshemmende Zutaten, was Krankheitsprävention suggerieren könnte. Hinzu kommen unbelegte Aussagen wie „besonders verträglich durch getreidefreie Rezeptur“, „Anti-Haarball“ und eine unerklärte Umweltauslobung.
Was Katzenhalter mitnehmen können
Ernährungsphysiologisch sind die meisten Futter empfehlenswert, bei der Deklaration sollten Hersteller nachbessern. Der Preis sagt wenig über die Qualität aus. Die Tageskosten reichen von 6 bis 67 Cent für eine wenig aktive Katze, und die Gut-Urteile verteilen sich quer durch die Preisklassen. Getreidefrei muss Katzenfutter nicht sein, und Zucker macht Katzen nicht süchtig. Wichtig ist, dass die Katze ausreichend trinkt, hier kann ein Trinkbrunnen helfen. Auch ein Schuss Nassfutter im Wasser kann Trinkfaule locken.
Die konkreten Testergebnisse gibt’s hier.