14. Oktober 2021 – Radio Brocken

Tricks & Tipps

Tricks, um im Haushalt Strom zu sparen

In den meisten Fällen braucht es nicht viel: Oder hätten Sie gedacht, dass Sie mit der richtigen Nutzung Ihres Wasserkochers zehn Euro pro Jahr einsparen können? Wie Sie ganz einfach im Haushalt Strom und damit Geld sparen können, das lesen Sie hier.

Ein Stromzähler zeigt in einem Mietshaus die verbrauchten Kilowattstunden an.
Ein Stromzähler zeigt in einem Mietshaus die verbrauchten Kilowattstunden an. , Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Finger weg von gebrauchten Kühlschränken

Tatort Kühlschrank: Er ist groß und jeden Tag 24 Stunden im Einsatz. Da lohnt es sich auf jeden Fall, in neue Geräte zu investieren, denn alte Kühlschränke sind richtige Stromfresser. So preiswert wie ältere gebrauchte Modelle sind, aber ein Gebrauchtkauf eines alten Geräts ist nicht zu empfehlen, da Sie am Ende über die Stromrechnung wieder draufzahlen werden.

A+++ statt nur A

Sie haben die Mehrkosten für einen neuen Kühlschrank schon nach wenigen Jahren wieder drin: Bei einem neuen Gerät mit einem jährlichen Verbrauch von circa 166 kWh im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Gerät sparen Sie jedes Jahr bis zu 116 Euro.
Achtung bei Schnäppchen: Zwischen den Energieeffizienzklassen A+ und A+++ herrscht immer noch ein beachtlicher Unterschied.

Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen lassen

Achtung: Wenn sich in Ihrem Gefrierschrank eine Eisschicht bildet, dann wird es höchste Zeit zum Abtauen. Mit zunehmender Eisschicht erhöht sich nämlich der Stromverbrauch - egal, welche Energieeffizienzklasse Ihr Gerät besitzt.

Jeder Topf hat einen Deckel

Zu jedem Topf gehört auch ein Deckel! Denn der senkt den Energieverbrauch beachtlich. Nudelwasser etwa braucht ohne Deckel nicht nur länger, bis es kocht, sondern kostet auch mehr Geld.
Spartipp: Wenn Sie einen Elektroherd haben, lohnt es sich bei geringen Mengen, das Wasser im Wasserkocher zu erhitzen.

Wasserkocher richtig nutzen

Geld sparen beim Wasser kochen: Wenn Sie einfach nur eine Tasse Tee zubereiten möchten, brauchen Sie nicht gleich den ganzen Wasserkocher zu befüllen. Geschätzt können Sie bis zu zehn Euro pro Jahr sparen, wenn Sie nur so viel Wasser erhitzen, wie Sie tatsächlich brauchen.

Auch ohne Vorheizen lecker Pizza

Tipp: Verzichten Sie immer aufs Vorheizen - auch wenn es die Verpackung empfiehlt! Denn die Garzeiten für Pizza und Co. sind dann zwar etwas länger, dafür heizt der Backofen nicht ins Leere. Und nutzen Sie die Restwärme, in dem Sie den Backofen mit der Pizza oder dem Auflauf noch ein paar Minuten geschlossen lassen.

Richtig Waschen

Verzichten Sie auf die oft unnötige Vorwäsche: Auch ohne zusätzliche Behandlung wird Ihre Wäsche normalerweise sauber. Auf hohe Temperaturen können Sie verzichten, denn bei den heutigen Waschmitteln sind 60-Grad-Programme nicht mehr notwendig. Ihre Stromrechnung wird das enorm entlasten: Das Erhitzen des Wassers benötigt drei Viertel der Energie eines Waschgangs.

Wäscheständer statt Trockner

Zugegeben: Trockner sind echt praktisch! Gerade größere Familien schätzen deren Benutzung, da die Geräte lästige Hausarbeit ersparen. Aber: Trockner sind enorme Stromfresser! Ein Wäscheständer erledigt die Arbeit genauso gut - und schont am Ende Ihren Geldbeutel.

Alles Öko

Haben Sie das gewusst? Die Öko-Programme von Spül- und Waschmaschine sparen tatsächlich Energie, obwohl die Programme eine längeren Laufzeit haben. Das Wasser wird bei diesen Programmen weniger erwärmt und durch das längere Einwirken von Wasch- oder Spülmittel wird weniger Wasser verbraucht.

Licht aus!

Auch wenn´s mit Licht schön aussieht: Machen Sie einfach mal das Licht aus und verzichten Sie auf dauerhafte Festbeleuchtung zu Hause. Erst recht in den Räumen, in denen Sie sich nicht aufhalten.

LED statt Halogen

Haben Sie auch noch welche? In vielen Haushalten gibt es noch Restbestände von alten Glüh- und auch Halogenlampen. Sie sollten aber konsequent auf LED-Beleuchtung umsteigen: Laut "Stiftung Warentest" amortisiert sich der höhere Preis für eine LED- im Vergleich zu einer Halogen-Lampe bereits nach einem Jahr.

Internet Tag und Nacht?

Internet ist wichtig! Aber brauchen Sie Ihren WLAN-Router wirklich rund um die Uhr? Wenn Sie ihn nachts vom Strom nehmen, sparen Sie jährlich ebenfalls ein paar Euro. In den Einstellungen des Geräts können Sie festlegen, dass es sich nachts automatisch abstellt.

Laptop statt PC

Während des Homeoffice war er bei vielen unentbehrlich. Doch falls Sie noch einen alten Desktop-PC an Ihrem heimischen Schreibtisch stehen haben, tauschen Sie ihn nach Möglichkeit durch einen Laptop aus. Mobile Geräte brauchen weniger Energie. Wenn Sie dann bei Ihren mobilen Geräten auch noch den Energiesparmodus aktivieren, werden Sie einiges an Strom sparen.

Unbenutzte Ladegeräte

Stecker raus! Auch Ladegeräte für Handys oder Laptops sind versteckte Stromfallen - falls sie dauerhaft in der Steckdose stecken. Denn selbst wenn gerade kein Endgerät an sie angeschlossen ist, ziehen sie Saft aus der Steckdose. Ziehen Sie die Ladegeräte also immer ab, wenn sie nicht in Gebrauch sind.

Sparen im Wohnzimmer

Sie sehen zwar schick aus, aber riesengroße Plasma-Fernseher sind echte Stromfresser. Besser sind kleinere Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Beim Kauf eines Fernsehers gilt: Je größer der Bildschirm, desto wichtiger die Energieeffizienzklasse, sonst steigt die Stromrechnung in die Höhe.

Goodbye Standby-Modus

Fernseher, Lautsprecherboxen, Hifi-Anlage, DVD-Spieler, Drucker: Sie stehen in vielen Haushalten im Standby-Modus. "Standby" bedeutet nichts anderes als Bereitschaft. Dieser vermeintliche Ruhemodus kostet Sie jährlich viel Strom. Wann immer möglich, schalten Sie Ihre Geräte, die Sie gerade nicht aktiv nutzen, komplett ab. Praktisch sind dabei Steckdosenleisten mit An- und Ausschalter.

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