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Stiftung Warentest: Hähnchenschenkel, Rasenmäher und Staubentferner im Test

In der vierten Ausgabe 2021 der Zeitschrift „test“ wurden dieses Mal unter anderem Hähnchenschenkel, Staubentferner und Rasenmäher getestet.

Foto: Patrick Seeger/dpa

Die aktuelle Ausgabe der „test“ gibt es ab Donnerstag zu kaufen, doch hier lesen Sie bereits heute die wichtigsten Ergebnisse.

Hähnchenschenkel – nur wenige überzeugen

Geflügelfleisch ist beliebt. 2019 wanderten bei jedem Deutschen im Schnitt 15kg Hähnchenfleisch in den Einkaufswagen, nicht immer mit gutem Gewissen. Nachrichten über Keime und Bakterien im Fleisch trüben die Lust auf Hähnchenfleisch. Dass diese Nachrichten häufig Realität sind, bringt auch der Test der Stiftung Warentest zutage. Lesen Sie hier, welche Hähnchenschenkel Krankheitserreger und Bakterien enthalten und warum auf Biofleisch nicht immer Verlass ist.

Unappetitliche Ergebnisse: Von 17 getesteten Hähnchenschenkeln können nur 5 mit der Note „gut“ überzeugen, viele Hähnchen weisen eine starke Keimbelastung auf.

Eine gute Wahl: Obwohl die Hähnchenschenkel von Rewe Bio und Biofino mit knapp 13 und 15€ pro Kilo etwas teurer sind, überzeugen sie im Test. Doch auch günstigere Produkte von Lidl, Rewe Ja und Wiesenhof schneiden gut ab. Das Landjunker Hähnchen von Lidl weist sogar als einziges, unter den getesteten, keinen auffälligen Keimgehalt auf.

Fauliger Geruch bei einem Bio Produkt: Auch wenn zwei von den 5 getesteten Bio-Produkten gut abschneiden, ist das Bio-Siegel lediglich bezogen auf die Haltungsbedingungen entscheidend und keinesfalls ein Garant für eine gute Fleischqualität. Das Bio-Hähnchen von Freiland Puten roch beim Test so stark verfault, dass eine Verkostung unzumutbar war. Der Laborbefund brachte dann die unappetitliche Wahrheit zu tage – eine hohe, sich rasant vermehrende Keimzahl wurde kurz nach dem Kauf trotz perfekter Kühlung auf den Schenkeln nachgewiesen. Der Hersteller hat auf dieses Ergebnis allerdings bereits reagiert und will Maßnahmen einleiten

Klares Ergebnis bei den Staubentfernern: Staubtücher schlagen die Variante mit Griff

Stiftung Warentest hat 16 Staubentferner getestet. Diese mussten sich im Praxis-Test auf verschiedenen Oberflächen beweisen. Lesen Sie hier, warum Markenprodukte manchmal die bessere Wahl sein können und weswegen Sie eher zu Staubtüchern greifen sollten.

Überzeugende Tücher: Sie enthalten keinen Griff, sind umweltfreundlicher und teilweise sogar waschbar. Staubtücher sind die wahren Gewinner des Tests, jedes einzelne der 6 getesteten Tücher überzeugt im Praxistest mit der Note „gut“ – sie sagen Staubflusen auf glatten Flächen den Kampf an und sind ihren Verwandten mit Plastikgriff auch in Sachen Nachhaltigkeit einen Schritt voraus. Auf strukturierten Oberflächen können die wiederverwendbaren Varianten von dm und Vileda punkten, sie zeigen auch nach dem Waschen einwandfreie Ergebnisse.

Einwegtücher sind eine gute Wahl: Etwas schlechter für die Umwelt als die waschbaren Tücher, dennoch aber weit vor den Varianten mit Griff siedeln sich die weißen Einwegtücher an. Auch sie entfernen den Staub zuverlässig und preiswert, Mit den weißen Staubtüchern von Budni, Edeka und Rossmann können Sie im Schnitt für günstige 5 Cent putzen.

Staubwedel mit Griff – nur Markenprodukte können punkten: Auch wenn Staubwedel mit Griff als Wegwerfartikel mit hohem Materialaufkommen nicht nachhaltig sind, überzeugen die Markenprodukte von Swiffer und Pronto als die zwei einzigen unter den 10 getesteten Wedeln ähnlich gut wie die 6 Staubtücher. Bei den anderen Wedeln mit Griff sieht es finster aus: selbst auf glatten Oberflächen kommt es zu mittelmäßigen Ergebnissen bei den meisten Wedeln, bei strukturierten Oberflächen oder gar Ritzen wird der Staub lediglich verschoben.

Rasenmäher: Akkumäher gegen die Kabelversion

Mit dem Frühling beginnt auch die Gartensaison und die Frage nach dem passenden Rasenmäher wird laut. Stiftung Warentest hat insgesamt 15 Mäher getestet, davon 9 Akku-modelle und 6 mit klassischem Kabelanschluss. Das Ergebnis des Tests zeigt: Akku-Mäher schneiden besser ab als das beste Kabelmodell, sind jedoch auch deutlich teurer.

Testsieger unter allen Mähern: Besonders überzeugt der Akkumäher von Einhell. Er befindet mit 320€ im Mittelfeld der Vergleichsprodukte. Der Einhell mäht trockenes und feuchtes Gras, ist robust und einfach zu bedienen. Doch auch der Zweitplatzierte AI-Ko kann punkten. Er ist mit 370€ etwas teurer und lediglich das Fahrverhalten ist etwas schwerer.

Kabelversionen schneiden schlechter ab: Verglichen mit den akkubetriebenen Rasenmähern schneiden alle Mäher mit Kabel schlechter ab. Der beste Mäher mit Kabel ist der RME 235 von Stihl. Er ist mit 149€ günstig, recht robust aber auch nicht gerade leise. Das Einstellen der Schnitthöhe erweist sich als Herausforderung.

Kabelmäher scheitern im Dauertest: Viele kabelbetriebene Mäher scheitern im Dauertest leider. Mit der Zeit werden die Kohlebürsten abgeschliffen – gerade bei günstigen Mähern für etwa 100€ ist das oftmals schon ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Die ausführlichen Testergebnisse der drei Tests und viele weitere interessante Informationen über Keimbelastung im Fleisch, Tipps für den Hausputz und das Rasenmähen finden Sie in der neuen Ausgabe der „test“.

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