09. November 2022 – Radio Brocken

Stufenmodell zur Entlastung

So werden Mieter ab 2023 entlastet

Viele Mieter müssen die CO2-Abgaben komplett allein tragen, denn diese wälzten Vermieter bislang auf ihre Mieter ab. Doch damit soll nächstes Jahr Schluss sein.

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Ein Einfamilienhaus braucht Platz und oft viel Energie., Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp

Endlich hat die Ampel-Koalition ihren Streit über die Klimaabgaben für Wohnungen beigelegt und berät über eine Regelung zur CO2-Abgabe, welche die Mieter entlasten soll. Das Modell soll noch diese Woche verabschiedet werden und im kommenden Jahr in Kraft treten.

Ausgangssituation

Seit 2021 gilt das Brennstoffemissionshandelsgesetz, welches eine CO2-Steuer auf Gas und Öl vorsieht. Das soll Menschen dazu ermutigen klimafreundlicher zu handeln. In diesem Jahr betrug die Abgabe 30 Euro pro Tonne CO2 und wird jährlich angehoben – nächstes Jahr wird die Erhöhung wegen des Entlastungspakets aber ausgesetzt. Dennoch trugen seither die Mieter diese Kosten selbstständig. Man geht hierbei von ungefähr 1 Milliarde Euro aus, die die Mieter allein bezahlen mussten. Damit ist nächstes Jahr Schluss.

Stufenmodell zur Entlastung der Mieter

Ab dem 01. Januar 2023 soll es ein Zehn-Stufenmodell geben, welches die Mieter entlasten soll und ungefähr 13 Millionen Wohnungen betrifft. Dabei gilt: Je schlechter die Energiebilanz des Hauses ist, desto höher ist der Anteil, welcher der Vermieter tragen muss. Somit müssen Vermieter im schlechtesten Fall bis zu 95 Prozent der CO2-Abgaben selbst zahlen. Vermieter im oberen Segment sind aber weitgehend entlastet, da das Modell insgesamt auf eine 50:50 Aufteilung zwischen beiden Parteien führen soll. Somit soll der Anreiz für Vermieter höher sein, auf energiesparende und umweltfreundliche Investitionen umzusteigen.

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