23. April 2026 – Radio Brocken
Samsung- und Android-Nutzer können Standort-Tracking, Werbe-ID und App-Berechtigungen einschränken. So gewinnen Sie Kontrolle über Ihre Privatsphäre zurück.
Smartphones sammeln Standortdaten für personalisierte Werbung und erheben Diagnosedaten – doch viele dieser Funktionen lassen sich abschalten. Besonders Samsung- und Android-Nutzer können mit wenigen Handgriffen die Datenerhebung deutlich einschränken und die Kontrolle über ihre Privatsphäre zurückgewinnen.
Samsung-Geräte: Standort-Tracking für Werbung ausschalten
Samsung-Smartphones senden Standortdaten an den Hersteller, um personalisierte Werbung zu verbessern. Diese Funktion ist für den normalen Betrieb nicht erforderlich. Um sie zu deaktivieren, öffnen Sie in den Einstellungen den Bereich „Sicherheit und Datenschutz" und wählen „Kontosicherheit". Unter „Samsung Account-Sicherheit" finden Sie den Punkt „Verbessern von personalisierter Werbung" – hier können Sie „Verwenden genauer Standortdaten" abschalten oder den gesamten Menüpunkt deaktivieren.
Zusätzlich bietet der Bereich „Weitere Datenschutzeinstellungen" unter „Sicherheit und Datenschutz" die Möglichkeit, den „Android-Personalisierungsdienst" und „Diagnosedaten senden" zu deaktivieren. Wer keine KI-Dienste nutzen möchte, kann auch die „Persönliche Daten-Intelligenz" ausschalten – dies kann allerdings zu Einschränkungen bei KI-Funktionen führen.
Android-Werbe-ID zurücksetzen oder löschen
Auf Google Pixel-Smartphones und neueren Modellen von Motorola und anderen Herstellern lässt sich die Werbedatensammlung ebenfalls einschränken. Navigieren Sie dazu in den Einstellungen zu „Datenschutz und Sicherheit", dann „Datenschutzeinstellungen" und wählen Sie „Werbung".
Hier haben Sie zwei Optionen: Sie können die Werbe-ID Ihres Nutzerkontos zurücksetzen – sinnvoll, wenn personalisierte Werbung nicht zu Ihren Interessen passt. Der Algorithmus lernt dann Ihre Vorlieben neu kennen. Alternativ können Sie die Werbe-ID komplett löschen. Apps können dann kein detailliertes Profil Ihrer Nutzungsgewohnheiten mehr erstellen, allerdings führt dies nicht zu weniger Werbeanzeigen insgesamt.
App-Berechtigungen prüfen und einschränken
Ein Blick auf die Berechtigungen einzelner Apps lohnt sich ebenfalls. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie je nach Hersteller unter „Apps", „Apps und Berechtigungen" oder „Berechtigungsmanager" in den Datenschutzeinstellungen. Dort können Sie festlegen, welche App auf Kamera, Mikrofon, Standort oder Kontakte zugreifen darf.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Eine Nachrichten-App benötigt Mikrofon-Zugriff für Sprachnachrichten, ein Browser braucht jedoch keine Kamera. Scanner-Apps müssen den Standort nicht kennen, und kostenlose Spiele-Apps sollten keinen Zugriff auf Kontakte, Kamera und Kalender erhalten.