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SMS-Paketbenachrichtigungen: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Die Polizei warnt vor Betrugsmasche mit Paketbenachrichtigungen, die man per SMS bekommt

08.02.2021/19.03.2021

Zur Zeit erhalten viele Nutzer eine Kurznachricht, in der sie einen angeblichen Paketversand überprüfen sollen bzw. es wird ein angeblicher Paketversand angekündigt. Die Nachricht mit möglichen Abwandlungen lautet: "Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es." oder "Ihr Paket kommt an, verfolgen Sie es hier:..". Dazu gehört ein Link, der auf bislang duckdns.org. endete. Momentan häufen sich aber Nachrichten, die mit getundafrica, madelei.com, mini.al oder diversen Zahlen-Buchstaben enden.


Klicken Sie auf den Link, lösen Sie unter anderem eine Kettenreaktion aus. Ihr Handy versendet und empfängt dann weitere SMS-Nachrichten und Sie helfen damit bei der Verbreitung des Links. Und damit drohen weitere Gefahren.


Schadsoftware wird installiert

Denn klickt der SMS-Empfänger auf den Link, wird eine Schadsoftware auf dem Smartphone installiert, die Ihr Handy fernsteuern kann. Die Schadsoftware kann Daten abgreifen. In einigen Fällen speicherte sie offensichtlich Handynummern im Internet und verschickte die gleiche SMS oder MMS an Nummern, die von den Geräten anderer Geschädigter abgegriffen wurden.

Smartphone-Nutzer, bei denen die Schadsoftware aktiv war, erhielten daraufhin Anrufe aus ganz Deutschland. Die Anrufer fragten, welches Paket verschickt würde, da sie nichts bestellt hätten. So hatte sich also die Betrugsmasche per Schneeballsystem weiterverbreitet. Einige SMS-Empfänger, die nicht auf den Link klickten, erhielten im Laufe eines Tages viele SMS von der gleichen Handynummer.

Im schlimmsten Fall, kann das auch etwa dazu genutzt werden, um auf Ihr Bankkonto zuzugreifen, in Online-Portalen Bestellungen zu machen oder auf aufgerufenen Webseiten Werbung und andere schädliche Links anzuklicken.


Warnung vor Drittanbieterkosten

Die Polizei warnt: Auf Betroffene, die die SMS erhalten oder auf sie antworten, können Drittanbieterkosten zukommen. Wenn unerwünschte SMS auf dem Smartphone eingehen, rät die Polizei: das Smartphone in den Flugmodus versetzen, den Internetprovider informieren, eine Drittanbieter-Sperre einrichten und prüfen, ob durch die SMS höhere Kosten entstanden sind.

Zudem sollten Cybercrime-Opfer das Smartphone in den Werkzustand versetzen und Kennwörter - vor allem fürs Online-Banking - auf einem anderen Gerät ändern.


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