07. August 2026 – Radio Brocken
Sobald es draußen richtig heiß wird, läuft der Körper auf Hochtouren. Um sich abzukühlen, produziert er Schweiß - und mit dem Schweiß gehen nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe verloren.
Warum Essen und Trinken jetzt besonders wichtig sind
Genau deshalb sollte man an heißen Tagen nicht nur mehr trinken, sondern auch regelmäßig essen. Der Ernährungsmediziner Carl Meißner betont: „Wer regelmäßig etwas isst und auch trinkt, unterstützt den eigenen Körper dabei.“ Das macht sich schnell bemerkbar: Man fühlt sich wacher, der Kreislauf bleibt stabiler und der Körper kommt insgesamt besser durch die Hitze.
Leichte Kost statt schwerer Sommer-Sünden
Wenn die Sonne brennt, braucht der Organismus keine XXL-Portion Schnitzel mit Sahnesoße, sondern Speisen, die ihn möglichst wenig belasten. Carl Meißner empfiehlt „eine leicht bekömmliche Kost“, also etwa Gemüse, Salat, Obst, Joghurt und Magerquark. Besonders gut sind wasserreiche Lebensmittel wie Wassermelone, Gurken und Tomaten. Sie liefern nicht nur Vitamine, sondern helfen auch dabei, den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen. Meißner erklärt dazu: „Viele denken bei heißen Tagen nur ans Trinken. Dabei liefern aber auch Lebensmittel wie Gurken, Erdbeeren, Pfirsiche, Melonen einen Großteil an Flüssigkeit.“
Trinken: bitte regelmäßig, aber nicht eiskalt
Auch beim Trinken kommt es auf die richtige Wahl an. Wasser und ungesüßte Tees sind laut Meißner die besten Begleiter durch heiße Tage. Wer viel schwitzt, kann auch zu einer selbst gemischten Saftschorle greifen - „ein Teil Saft, zwei Teile Wasser“. Weniger sinnvoll sind dagegen eiskalte Getränke. Sie fühlen sich zwar im ersten Moment herrlich erfrischend an, doch der Körper muss sie erst auf Körpertemperatur bringen. Kühle oder zimmerwarme Getränke sind deshalb oft angenehmer und werden besser vertragen.
Salz in Maßen kann sinnvoll sein
Mit dem Schwitzen verliert der Körper auch Salze. Deshalb kann an besonders heißen Tagen „ruhig mal etwas Salzhaltiges“ sinnvoll sein, sagt Meißner. Ein belegtes Brot, eine Gemüsebrühe oder ein paar gesalzene Nüsse können helfen, den Mineralstoffverlust auszugleichen - natürlich ohne es zu übertreiben.
Die beste Hitze-Ernährung ist also kein strenges Diätprogramm, sondern eine einfache Formel: leicht essen, regelmäßig trinken, Wasser auch übers Essen aufnehmen - und den Körper nicht zusätzlich stressen.