23. Juni 2026 – Radio Brocken
Ab 35 Grad wird es für Smartphones und Laptops kritisch. Im Auto drohen über 60 Grad. Neun Maßnahmen schützen Ihre Geräte vor Hitzeschäden und Leistungsverlust.
Elektronische Geräte reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Bereits ab 35 Grad Außentemperatur wird es für Smartphones, Tablets und Notebooks kritisch. In geparkten Autos können Innenraumtemperaturen von über 60 Grad die Technik massiv schädigen, warnt das IT-Fachportal „heise.de".
Smartphones und Tablets besonders gefährdet
Mobilgeräte arbeiten ohne Lüfter und können Wärme nur über das Gehäuse abgeben. Bei hohen Umgebungstemperaturen reicht diese passive Kühlung nicht mehr aus. Die Folge: Viele Geräte drosseln ihre Leistung automatisch, sperren den Zugriff oder schalten sich komplett ab.
Große Hitze schadet auch den Plastikbestandteilen. Verklebte Displayfolien können sich lösen oder spröde werden. Der Bildschirm reagiert träger, die Anzeige verblasst. Zwar sind diese Effekte zunächst reversibel, doch die dauerhafte Wärmebelastung lässt Displays schneller altern.
Neun Schutzmaßnahmen gegen Hitzeschäden
Geräte niemals in praller Sonne oder im heißen Auto liegen lassen – auch nicht auf dem Armaturenbrett. Das Laden in warmer Umgebung sollte vermieden werden, da der Ladevorgang zusätzliche Wärme erzeugt und die Akku-Alterung beschleunigt.
Aktivierte Energiesparmodi reduzieren die Prozessorlast und Hintergrundfunktionen. Smartphones sollten im Auto möglichst nicht am Netz betrieben werden, da schnelles Laden viel Abwärme erzeugt. Eine Halterung am Klimaanlagen-Luftauslass kann zusätzlich kühlen.
Überhitzte Geräte aus der Sonne nehmen, Hülle entfernen und wenn möglich ausschalten. Zum Abkühlen an einen schattigen, luftigen Ort legen. Ein Ventilator oder eine kühle Metalloberfläche im Schatten beschleunigen die Abkühlung.
Wichtig: Geräte niemals in den Kühlschrank legen. Der starke Temperaturunterschied kann Kondenswasser im Inneren erzeugen und Kurzschlüsse verursachen – Schäden, die Hersteller als Wasserschäden werten und nicht unter die Garantie fallen.
Desktop-PCs und Notebooks: Lüfter als Warnsignal
Laut aufdrehende Lüfter signalisieren Hitzestress bei Desktop-PCs und Notebooks. Staub im Geräteinneren verschlechtert die Kühlung zusätzlich – eine vorsichtige Reinigung kann hier helfen.
Generell sollten alle Geräte an schattigen, kühlen Orten betrieben werden. Bei Hitze erreichen sie schneller ihre Leistungsgrenzen: Tintenstrahldrucker-Patronen trocknen schneller aus, Festplatten und Flash-Speicher fallen häufiger aus.