04. Oktober 2026 – dpa Nachrichten
Mit «Jugendliebe» wurde sie Kult – jetzt erhielt Ute Freudenberg von ihrer Geburtsstadt einen besonderen Preis.
Weimar hat eine bekannte musikalische Tochter der Stadt mit einer besonderen Auszeichnung geehrt. Sängerin Ute Freudenberg erhielt bei einem Festakt den Weimar-Preis «für ihre Verdienste um das kulturelle Ansehen der Stadt», wie die Verwaltung mitteilte. Rund 650 Fans und andere Gäste waren dafür am Samstag in die Weimarhalle gekommen.
Die 1956 in Weimar geborene Freudenberg habe die Stadt nicht nur musikalisch geprägt, sagte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos). «Sie haben Ihre Verbindung zu Weimar über Jahrzehnte bewahrt und diese Stadt, Ihre Heimatstadt, immer wieder mitgenommen - auf die großen Bühnen und zu den Menschen, die Ihre Musik lieben», so Kleines an Freudenberg gerichtete Worte. Die Sängerin und Fernsehmoderatorin Kim Fisher hielt die Laudatio.
«Für mich schließt sich ein Kreis», sagte Freudenberg nach der Überreichung der Preisurkunde.
Freudenberg studierte an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar. Ihren Durchbruch hatte sie in der DDR mit der Band Elefant und dem Lied «Jugendliebe». 1984 siedelte sie nach Düsseldorf über und arbeitete unter anderem als Studiosängerin. 1996 kam sie nach Weimar zurück und gründete die Ute-F-Live-Band. Später moderierte sie etwa TV-Sendungen und ging mit anderen Musikern auf Tour. 2023 erhielt sie die «Goldene Henne» für ihr Lebenswerk und feierte ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.
Mit dem mit 5.000 Euro dotierten Weimar-Preis ehrt die Stadt Weimar Einzelpersonen, die sich um das geistig-kulturelle Ansehen der Stadt Weimar verdient gemacht haben.