08. Oktober 2026 – dpa Nachrichten

Sachsen-Anhalt

Von Angern: Schulze hat als CDU-Fraktionschef ausgedient

Mindestens vier Stimmen für den neuen AfD-Landtagspräsidenten Rausch kamen nicht von AfD und BSW, sondern aus anderen Fraktionen. Linken-Politikerin von Angern geht auf Konfrontation zur CDU.

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«Die CDU hat der AfD zu Macht verholfen und sich mitschuldig gemacht», sagt Eva von Angern (Die Linke). (Archivbild)

In der Debatte um zusätzliche Stimmen für einen AfD-Politiker bei der Wahl des Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt hat Linken-Fraktionschefin Eva von Angern die CDU angegriffen. «Die CDU ist in ihrem schwächsten Zustand und völlig zerstritten. Der amtierende Ministerpräsident und Fraktionsvorsitzende Sven Schulze hat keine Autorität in seiner Fraktion», sagte von Angern. «Sven Schulze hat als Fraktionsvorsitzender ausgedient.»

Der neue Landtagspräsident Tobias Rausch (AfD) hatte bei seiner Wahl nicht nur Stimmen von AfD und BSW, sondern bei der geheimen Abstimmung auch mindestens vier Stimmen aus anderen Reihen bekommen. Von Angern vermutet dahinter Christdemokraten. «Die CDU hat der AfD zu Macht verholfen und sich mitschuldig gemacht», sagte sie. «Bei der angekündigten Wahl zum Ministerpräsidenten darf es keine Stimmen der CDU für die AfD geben.»

Mehrere CDU-Landtagsabgeordnete haben sich klar gegen eine Wahl des AfD-Politikers Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten ausgesprochen. Für die nötige Mehrheit braucht Siegmund im Parlament mindestens 42 Stimmen, seine AfD kommt auf 39. Das BSW hat angekündigt, sich enthalten zu wollen. Damit wäre Siegmund auf drei Stimmen aus anderen Reihen angewiesen.

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