03. Mai 2022 – dpa Nachrichten

Umweltaktivisten manipulieren Ölpumpen bei Wolmirstedt

Ermittlungen

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife., Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Bei Wolmirstedt (Börde) haben sich zwei Aktivisten an einer Pumpanlage für Mineralöl zu schaffen gemacht. Ein 23-jähriger und ein 59-jähriger Mann sorgten dafür, dass die Pumpen stoppten, berichtete die Polizei am Dienstag. Ein Mitarbeiter der alarmierten Wartungsfirma habe die zwei Männer vorgefunden, von denen sich einer an ein Rohr angekettet und der zweite sich angeklebt hatte. Die Feuerwehr löste die Männer von den Rohren. Sie gaben demnach an Umweltaktivisten zu sein und der Gruppe «Letzte Generation» anzugehören.

Ein Ermittlungsverfahren wegen der Störung öffentlicher Betriebe wurde laut Polizei eingeleitet. Nach Angaben der Wartungsfirma sei durch die Manipulation der Ölpumpen ein Sachschaden von mindestens 70.000 Euro entstanden, hieß es weiter.

Unterdessen gab auch die Gruppe «Letzte Generation» selbst an, das Notfallventil der Pipeline abgedreht zu haben. Ähnliche Aktionen hätten sie am Dienstagmorgen bei Schwedt und Köln durchgeführt. Ihre Aktion begründeten die Aktivisten damit, dass wir «uns in einem Klimanotfall» befänden. «Wenn der fossile Wahnsinn nicht gestoppt wird, werden unsere Kinder in den Tod geführt», erklärte eine Sprecherin der Organisation.

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