Die Auswirkungen der hohen Energie- und Lebenshaltungskosten spüren auch die Tafeln hier in Sachsen-Anhalt immer deutlicher.
Aktuell merke man, dass mehr Menschen kommen, berichtet der Landesvorsitzende der Tafeln, Andreas Steppuhn, auf Nachfrage von Radio Brocken. Betroffen sind vor allem ältere Bürger und Menschen mit geringem Einkommen. Von ihnen werden in den kommenden Monaten wohl noch mehr kommen, schätzt er. Dazu kommen viele Geflüchtete aus der Ukraine, die zum Teil alles zurücklassen mussten und jetzt ebenfalls auf die Versorgung durch die Tafeln angewiesen sind. Die Hilfe sei selbstverständlich für alle da, betont Steppuhn. Schwierig sei dagegen, dass derzeit weniger Lebensmittelspenden von den Supermärkten kommen, was laut Steppuhn auch an der Digitalisierung liegt: „Früher hat es in den Supermärkten immer Inventuren gegeben. Da hat man erst viel später festgestellt, was man für Warenbestände hatte. Heute geht das alles per Digitalisierung, per Knopfdruck. Und das heißt natürlich, in den Supermärkten bleibt weniger über.“ Damit bleibt auch weniger für die Menschen über. Deshalb fragen die Tafeln verstärkt Großhändler und Erzeuger an. Auch private Spender sind für den Tafelbetrieb enorm wichtig. Gebraucht werden vor allem langhaltbare Lebensmittel wie Reis und Nudeln, aber auch Milchprodukte.
Wenn Sie mit Lebensmittel- oder Geldspenden die Tafeln unterstützen möchten, wenden Sie sich am besten an die Tafel in Ihrer Nähe. Eine Übersicht finden Sie hier: Tafeln Sachsen-Anhalt