20. August 2026 – dpa Nachrichten

Äußerung über Merz

Steimle unterschreibt Unterlassung nach Stauffenberg-Aussage

Der Kabarettist Uwe Steimle hat mit scharfen Sprüchen bei einer AfD-Veranstaltung provoziert – und dabei auch den Hitler-Attentäter Stauffenberg erwähnt. Jetzt gibt es eine Unterlassungserklärung.

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Der Auftritt des Kabarettisten Uwe Steimle bei der AfD zog Ermittlungen nach sich. (Archivbild)

Der Kabarettist Uwe Steimle hat nach einer umstrittenen Äußerung bei einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau eine Unterlassungserklärung abgegeben. Sein Rechtsanwalt Peter-Michael Diestel sagte der Deutschen Presse-Agentur, Steimle habe sie unterschrieben, «aber nicht, weil sie richtig ist, sondern weil er gespürt hat, dass er in seinem Beruf als politischer Kabarettist etwas berührt hat, was rechtlich zulässig ist, was aber andere verletzt hat.» Verletzungen Dritter habe Steimle nicht gewollt. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung über die Erklärung gegenüber dem Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg berichtet.

Steimle hatte bei der Veranstaltung in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt gesagt: «Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht.»

Der Enkel des Hitler-Attentäters von Stauffenberg hatte die Erwähnung seines Großvaters durch Steimle auf der Veranstaltung Mitte Juli scharf kritisiert. «Ich bin sprachlos. Das ist Geschichtsklitterung par excellence», sagte Karl Graf von Stauffenberg damals der «Bild». Sein Großvater habe versucht, «Recht, Ordnung und Freiheit wiederherzustellen» – und nun das. «Mein Großvater wird in den Schmutz gezogen – es ist ganz grauenhaft.»

Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er ist vor allem bekannt für das gescheiterte Bombenattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.

Nun sagte der Enkel der «Bild»: «Ich akzeptiere die Einlassung von Herrn Steimle und begrüße, dass der die Unterlassung unterschrieben hat. Eine öffentliche Entschuldigung hätte ich jedoch für angebracht empfunden. Steimle hat immerhin dem gewählten Bundeskanzler gedroht.»

Nach Steimles Aussagen über Merz und auch die frühere Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) leitete die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau Ermittlungen gegen den Kabarettisten ein. Dabei geht es um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

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