27. Juli 2026 – dpa Nachrichten

Radikalisierung

Schulze nach CSD-Anschlag: «Muss Konsequenzen geben»

Ein Deutscher fährt in Berlin in eine Menschenmenge. Zuvor hatte er sich radikalisiert. Schon bevor etwas passiere, müsse mit solchen Menschen anders umgegangen werden, sagt Ministerpräsident Schulze.

tyffg3niu4-v4-ax-s2048.jpeg
Ministerpräsident Sven Schulze will eine andere Diskussion über den Umgang mit radikalisierten Menschen. (Archivbild)

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat nach dem CSD-Anschlag in Berlin einen deutlich konsequenteren Umgang mit radikalisierten Menschen gefordert. «Wir dürfen nicht zulassen, dass hier Menschen leben, die unsere Kultur nicht akzeptieren», sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Dass ein Mensch deutscher Staatsbürger sei, rechtfertige keinen milderen Umgang. «Das reicht mir ehrlich gesagt nicht mehr.»

Da eine Abschiebung im Fall von deutschen Staatsangehörigen nicht möglich sei, müsse über andere Maßnahmen, etwa Änderungen im Strafrecht, nachgedacht werden, sagte Schulze. «Ich bin überzeugt, dass es anders Konsequenzen geben muss.» Sein Ziel sei, dieses Thema auch in der Ministerpräsidentenkonferenz anzubringen, damit in den Ländern «eine andere Diskussion» geführt werde. Sachsen-Anhalt hat ab Oktober den Vorsitz der Konferenz.

Getöteter Verdächtiger war Deutscher mit libanesischen Wurzeln

Bei einem Angriff mit einem Auto wurden am Samstagabend am Rande der Christopher-Street-Day-Feiern in Berlin eine Frau getötet und 29 weitere Menschen verletzt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) spricht von einem islamistischen Terroranschlag. Der 21-jährige Tatverdächtige, ein in Berlin geborener Deutscher mit libanesischen Wurzeln, wurde am Sonntagabend in einer Kleingartenanlage bei einem Polizeieinsatz getötet.

Das Wichtigste aus Sachsen-Anhalt

undefined
Radio Brocken
Audiothek