07. Juli 2026 – dpa Nachrichten
Weniger Papier, weniger Nachweise: Sachsen-Anhalt will Förderanträge vereinfachen und mit digitaler Technik Fehlerquellen reduzieren.
In Sachsen-Anhalt sollen Förderprogramme einfacher und digitaler gestaltet werden. «Das Geld ist endlich», sagte Finanzminister Michael Richter (CDU) nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. Die Mittel müssten effektiv eingesetzt werden. Sachsen-Anhalt werde in Zukunft weniger Geld für Fördermaßnahmen zur Verfügung haben als bisher.
Eine interministerielle Arbeitsgruppe hat einen Bericht vorgelegt, wie die Förderpolitik modernisiert werden kann. Ziel ist es, den Aufwand für Antragsteller und Verwaltung zu reduzieren. Staatsminister Rainer Robra (CDU) sagte, es gehe etwa um eine Prüfung, wo Vorgaben nicht zwingend erforderlich seien.
Künftig soll verstärkt mit Pauschalen gearbeitet werden, wodurch aufwendige Nachweise tatsächlicher Kosten und umfangreiche Belegprüfungen entfallen. Robra geht nicht davon aus, dass die Änderungen Betrug erleichtern. Im Gegenteil - durch die Digitalisierung fielen Unregelmäßigkeiten sehr viel schneller auf, betonte der Minister.
Gemeinsam mit der Investitionsbank entwickelt das Finanzministerium zudem einen digitalen «Richtlinien-Generator». Die Software soll Förderrichtlinien künftig automatisiert erstellen. Man sei das erste Land, das in diese Richtung gehe, sagte Richter. Der Generator soll die Entwicklung neuer Förderprogramme beschleunigen und Fehlerquellen reduzieren.