09. September 2026 – dpa Nachrichten

Landtagswahl

Nachzählungen in mehreren Wahlbezirken in Sachsen-Anhalt

In mehreren Wahlbezirken Sachsen-Anhalts werden Stimmen neu ausgezählt. Was hinter den Unstimmigkeiten steckt und warum nicht mit erheblich anderen Ergebnissen zu rechnen ist.

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Die AfD kam in den Wahllokalen auf hohe Stimmanteile.

In Sachsen-Anhalt müssen nach der Landtagswahl mehrere Wahlbezirke neu ausgezählt werden. Allein im Burgenlandkreis sind es insgesamt 27, wie eine Sprecherin des Landkreises auf Anfrage bestätigte. Ziel sei es, die Auszählung heute abzuschließen.

Grund ist, dass in mehreren Wahllokalen die Tabellen zur Ergebnisfeststellung nicht plausibel ausgefüllt wurden. Den Angaben zufolge wurden Zwischensummen nicht angegeben, sondern nur die Gesamtsummen. «Damit sind aus Sicht des Kreiswahlleiters die Gesamtsummen nicht plausibel dargestellt», teilte der Burgenlandkreis mit. «Es ist nicht zwingend mit anderen Ergebnissen zu rechnen - jedoch ist es die Aufgabe des Kreiswahlleiters, die Plausibilität so herzustellen, dass der Kreiswahlausschuss das endgültige und amtliche Wahlergebnis feststellen kann.»

Nachzählung auch in der Börde und in Dessau-Roßlau

Auch in der Verbandsgemeinde Westliche Börde ist in zwei Wahlbezirken eine erneute Auszählung erforderlich. «Grund für die Nachzählung ist, dass die eingereichten Wahlniederschriften nicht ordnungsgemäß ausgefüllt wurden», teilte der Landkreis Börde mit. «Dadurch sind die Gesamtsummen des im jeweiligen Wahlbezirk ermittelten Ergebnisses derzeit nicht in Gänze nachvollziehbar.» Die Nachzählung findet am Mittwoch statt und ist öffentlich.

Auch in Dessau-Roßlau werden Stimmen nachgezählt, hier handelt es sich um einen Briefwahlbezirk. Es sei eine kleine Unregelmäßigkeit entdeckt worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Es werde nicht mit erheblichen Änderungen beim vorläufigen Ergebnis gerechnet.

Insgesamt war die AfD laut dem vorläufigen Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf 43,8 Prozent gekommen. Die CDU erhielt 17,2 Prozent. Die SPD kam auf 9,3 Prozent, es folgen Grüne (8,9 Prozent), Linke (8,6) und BSW (5,3).

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