25. August 2026 – dpa Nachrichten
Wenn das Volk der Asiatischen Hornisse zu groß wird, baut sie sich im Spätsommer ein neues Nest. Menschen in Sachsen-Anhalt sind dazu aufgerufen, solche Nester zu melden.
Menschen in Sachsen-Anhalt sollen ab Spätsommer Nester der Asiatischen Hornisse melden. Die sogenannten Sekundärnester entstehen, wenn das Gründungsnest aus dem Frühjahr zu klein für das Hornissenvolk wird und es deshalb in ein größeres umzieht, wie das Landesamt für Umweltschutz mitteilte.
Im Tierartenmeldeportal des Landesamts können Bürgerinnen und Bürger ihre Sichtung mit Fotos und Videos melden. Diese Nester sind demnach kugelig bis oval, 60 bis 100 Zentimeter hoch und haben einen Durchmesser von 50 bis 80 Zentimetern. Sie hängen oft in Bäumen, es gibt aber auch Exemplare an Gebäuden oder anderen geschützten Stellen, wie es hieß.
Unterschied zur einheimischen Hornissenart
Der Nesteingang liegt seitlich - im Unterschied zum Nesteingang der einheimischen, geschützten Europäischen Hornisse. Sie ist den Angaben zufolge in der Dämmerung nicht mehr aktiv, die Europäische Hornisse fliegt hingegen auch in Dämmerung und Dunkelheit noch ein und aus.
Die Asiatische Hornisse gilt in Sachsen-Anhalt als selten: Bislang gab es elf Beobachtungen dieser Art. Sie hat einen dunklen Körper mit schmalen gelben Binden auf dem Hinterleib und gelbe Füße. Wenn Menschen durch das Nest gefährdet sind, entscheidet der jeweilige Landkreis über eine Entfernung.