18. Oktober 2026 – dpa Nachrichten

2. Fußball-Bundesliga

Leidenschaft bezwingt Ideenlosigkeit: Dynamo siegt 2:0

Ein verwandeltes Dresden zwingt Magdeburg im Derby in die Knie. Grundlage ist ein unbändiger Leistungswille.

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Die Spieler von Dynamo Dresden bejubeln das 2:0.

Dynamo Dresden hat mit dem zweiten Saisonsieg die vermeintliche Krise vorerst beendet und gleichzeitig den Höhenflug des 1. FC Magdeburg gestoppt. Das 2:0 (1:0) entsprang nicht nur einer starken Willensleistung, die durch Tore von Niklas Hauptmann (9. Minute) und Simon Straudi (50.) auch zählbar wurde, sondern auch einer starken spielerischen wie läuferischen Darbietung. Fast 10 Kilometer liefen die Gastgeber mehr als die zuvor so hochgelobten Schützlinge von Trainer Petrik Sander.

«So ein Derby-Sieg tut unglaublich gut, vor allem wenn so ein Druck auf dem Kessel war. Wir sind sehr leidensfähig gewesen gegen so eine starke Mannschaft», sagte Elfmeter-Torschütze Hauptmann. Auch Coach Thomas Stamm war erleichtert: «Wenn man die Startphase vielleicht wegnimmt, war es über 90 Minuten verdient, wenn man unsere Chancen sieht. So die ganz Dicken haben wir nicht zugelassen. Hinten heraus hat mir am besten gefallen, dass wir nicht nachgelassen haben. Das war ein Super-Schritt nach vorn.»

Beide Trainer begannen mit den gleichen Mannschaften wie zuletzt. Nach 19 Sekunden brachte ein langer Ball von Torhüter Dominik Reimann Mateusz Zukowski in Schussposition, der Pole verzog. Auch Emmanuel Iyoha, Magdeburgs bislang bester Schütze, zwang nach vier Zeigerumdrehungen Dynamo-Keeper Lennart Grill zu einer Fußparade.

Dynamos erste Chance war dann der Foulelfmeter, den Schiedsrichter Robin Braun nach VAR-Hinweis und eigener Sichtung der Videobilder gab. Hauptmann verwandelte äußerst platziert. Die Gastgeber hätten durch Tobias Raschl nach 13 Minuten erhöhen müssen, doch der Mittelfeldmann schoss in die Arme von Reimann.

Nach gut 20 Minuten fingen sich die Magdeburger und zogen ihr Angriffsspiel auf. Dynamo zog sich wieder sehr weit zurück, setzte anders als in der jüngeren Vergangenheit diesmal aber auf gezielte Konter. Während FCM-Abschlüsse trotz 60 Prozent Ballbesitz Mangelware blieben, hatte Dresden zwei gute Chancen im schnellen Umkehrspiel.

Halbzeit zwei begann mit guten Dresdner Spielzügen - und dem 2:0. Die Magdeburger bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, der eingelaufene Straudi vollendete flach zu seinem ersten Dynamo-Tor. Fortan entwickelte sich ein offenes Spiel. Der FCM wollte den schnellen Anschluss, Dynamo mit Kontern die Entscheidung.

Dynamos Gegenangriffe aus einer an diesem Tag stabilen Deckung waren immer wieder gefährlich. Vincent Vermeij lief nach 68 Minuten allein auf Reimann zu, der stark hielt. Im Minutentakt hatte der niederländische Stürmer dann weitere Chancen, doch Tobias Müller und die versammelte FCM-Deckung blockten den Angreifer im letzten Moment. Magdeburg fehlten die Ideen, der Wille und erstaunlicherweise die Überzeugung in die eigenen Fähigkeiten, um Dresden ernsthafter Paroli zu bieten. Auch wenn Baris Atik (82.) mit einem Schuss das Dynamo-Gehäuse nur äußerst knapp verfehlte.

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