28. Juli 2026 – dpa Nachrichten
Die Statistik zeigt: Hunderte Kinder sind 2025 Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. Nun sind Maßnahmen beschlossen worden, die einen besseren Schutz ermöglichen sollen.
Die Landesregierung will Kinder und Jugendliche besser vor sexualisierter Gewalt schützen. Dafür sollen bestehende Präventions- und Hilfsangebote gestärkt und besser bekannt gemacht werden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Außerdem sollen Schutzkonzepte in Einrichtungen ausgebaut und Fachkräfte sowie Ehrenamtliche für den Kinderschutz durch Qualifizierung gestärkt werden.
Dass für besseren Schutz gesorgt werden muss, zeige unter anderem die Kriminalitätsstatistik, hieß es. Danach wurden im vergangenen Jahr mindestens 470 Kinder Opfer sexuellen Missbrauchs - die Staatskanzlei geht eigenen Angaben nach aber von einer erheblichen Dunkelziffer aus.
«Wir wollen dafür sorgen, dass Kinder und Eltern erste Warnsignale frühzeitig erkennen», erklärte Familienministerin Petra Grimm-Benne. Wenn es zu einem sexuellen Übergriff komme, müssten Betroffene schnell umfassende Beratung und Hilfe erhalten, betonte die SPD-Politikerin.
Ein Aktionsplan sieht 30 Maßnahmen vor. So sollen beispielsweise an allen rund 800 allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen und berufsbildenden Schulen des Landes Konzepte zum Schutz vor Gewalt und insbesondere vor sexualisierter Gewalt etabliert werden. Außerdem sollen Ehrenamtliche, etwa im Sport- und Feuerwehrbereich, dabei unterstützt werden, ebenfalls Schutzkonzepte zu entwickeln.