09. Juli 2026 – dpa Nachrichten
Wolfgang Kubicki will bei Sachfragen auf Inhalte statt Ideologien setzen – auch wenn die AfD zustimmt. Was das für die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt bedeutet.
Der FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich offen für eine CDU-geführte Minderheitsregierung nach der Landtagswahl im September in Sachsen-Anhalt gezeigt. «Es könnte sich aber eine CDU-Minderheitsregierung bilden und dann entscheidet das Parlament immer in der Sache», sagte Kubicki der «Magdeburger Volksstimme». Man werde als FDP in Sachsen-Anhalt weder einen Ministerpräsidenten wählen, der von der AfD komme, noch würde man sich an einer Regierung mit der Linken beteiligen.
Dabei schloss Kubicki auch nicht aus, bei Sachthemen zuzustimmen, wenn auch die AfD zustimme. «Ich mache doch meine Vorstellungen nicht davon abhängig, was die AfD sagt», betonte Kubicki. In den Kommunen gebe es mittlerweile viel mehr Pragmatismus. «Bei trivialen Fragen, die keinen politischen Inhalt haben, stimmt man auch gemeinsam.»
Die FDP lag in Sachsen-Anhalt zuletzt in Umfragen unter fünf Prozent und würde damit den Einzug in den Landtag verpassen.