06. August 2026 – dpa Nachrichten

Leipzig/Halle

Keine Munition in Flugzeug bei Drohnen-Vorfall

Hatte die ukrainische Antonow-Maschine, in deren Nähe die Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen entdeckt wurde, Munition geladen? Nein, sagt die Flughafengesellschaft.

alkinff5sz-v5-ax-s2048.jpeg
Es soll keine ukrainische Frachtmaschine mit Munition an Bord in der Nähe der Sprengstoff-Drohne gewesen sein.

Nach der Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Airport hat die Flughafengesellschaft Berichte dementiert, wonach eines der ukrainischen Antonow-Flugzeuge in der Nähe mit Munition beladen gewesen sei. «Die betreffenden Antonow-Flugzeuge waren zum Zeitpunkt des Vorfalls leer und damit ohne Fracht», sagte Maret Montavon, Leiterin Kommunikation und Politikbeziehungen bei der Mitteldeutschen Flughafen AG, der «Leipziger Volkszeitung». «Diese Einschätzung deckt sich mit den uns vorliegenden Informationen von Antonov Logistics SALIS.»

Das Bundesinnenministerium hatte zuvor bereits intern anderslautende Berichte dementiert. In der Obleute-Runde im Bundestag mit den Abgeordneten aus den Ausschüssen Inneres und Verteidigung wurde nach «Focus»- und dpa-Informationen mitgeteilt, dass sich keine Munition in der fraglichen Maschine befunden habe. Auf Anfrage äußerte sich das Ministerium zunächst nicht offiziell.

Ein Mitarbeiter des Flughafens hatte die mit Sprengstoff bestückte Drohne in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn «Südpiste» des Flughafens Leipzig/Halle bemerkt. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Das Wichtigste aus Sachsen-Anhalt

undefined
Radio Brocken
Audiothek