18. August 2026 – dpa Nachrichten

Reformen

JU-Landeschef für Abschaffung abschlagsfreier Frührente

Mehrere CDU-Ministerpräsidenten kämpfen gegen die geplante Abschaffung der Frührente nach 45 Beitragsjahren. Der Parteinachwuchs in Sachsen-Anhalt sieht darin ein Problem.

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Wie weiter mit der Rentenreform in Deutschland? (Archivbild)

Anders als Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Sven Schulze plädiert der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) für eine Abschaffung der abschlagsfreien Frührente. «Da alle 33 Rädchen dieser Reform ineinander greifen, halte ich es für wenig sinnvoll, dieses Reformpaket jetzt aufzuschnüren. Es kann nur in seiner Gesamtheit die volle Wirkung entfalten», sagte Nico Elsner der Deutschen Presse-Agentur.

Die Debatte dreht sich um die Frage, ob die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren beibehalten oder abgeschafft werden soll. Im Juni 2026 hatte eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission 33 Reformempfehlungen vorgeschlagen – darunter die Abschaffung dieser Frührente. Schulze und seine ostdeutschen CDU-Kollegen aus Sachsen und Thüringen sprachen sich kürzlich in einem Brief an die Bundesregierung gegen die Abschaffung aus.

«Ich kann grundsätzlich die Intention der Ost-Ministerpräsidenten verstehen und finde auch, dass man nach einer gewissen Lebensleistung eine gute Rente verdient hat. Das ist auch eine Frage der Würde», sagte Elsner. «Allerdings ist es so, dass es Reformen braucht, damit auch die jungen Generationen später eine gute Rente bekommen können. Das ist mit dem jetzigen System nicht leistbar.»

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