16. Juni 2026 – dpa Nachrichten

Renommierter Preis

Hyparschale Magdeburg für Ingenieurbaupreis nominiert

Sie gilt als eine «Ikone der Moderne»: Nun ist die Hyparschale Magdeburg für einen bedeutenden Ingenieurbaupreis nominiert. Was die Jury an dem markanten Bauwerk überzeugt hat.

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Die Hyparschale Magdeburg ist für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 nominiert. (Archivbild)

Die Hyparschale Magdeburg ist für den Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 nominiert. Sie gehört zu sieben Projekten in der engeren Wahl, wie die Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt mitteilte. Eine Fachjury wählte sie aus 41 Bewerbungen aus. Die Nominierung sei eine besondere Auszeichnung und ein Zeichen für die ingenieurtechnische Qualität des Projekts, sagte Kammerpräsident Jörg Herrmann. Sie zeige die Bedeutung des Bauwerks für die Ingenieurbaukunst in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus.

Die baulich markante Hyparschale des international bekannten Bauingenieurs Ulrich Müther wurde 2024 nach jahrelanger Sanierung und Leerstand wieder eröffnet. Besonders ist vor allem die freitragende Dachkonstruktion. Das Tragwerk wurde durch eine Verstärkung mit dünnen Carbon-Beton-Schichten ertüchtigt, um die Tragfähigkeit wiederherzustellen, so die Kammer. Nominiert wurde mit der Hyparschale die Carbocon GmbH für ihre Ingenieurleistung sowie der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement der Stadt Magdeburg als Bauherr.

Müther (1934 - 2007) gilt als einer der bekanntesten Bauingenieure der DDR. Seine gekrümmten Schalenbauwerke erlangten internationale Beachtung. Weltweit entstanden 74 Müther-Bauten.

Der Preis wird gemeinsam vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und der Bundesingenieurkammer ausgelobt. Die Auszeichnung gilt als der bedeutendste Preis für Bauingenieurinnen und Bauingenieure in Deutschland. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert.

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