09. Oktober 2026 – dpa Nachrichten

Antisemitisches Attentat

Halle erinnert an Anschlag auf Synagoge vor sieben Jahren

Mit Glockengeläut und Schweigeminute erinnert Halle an die Opfer des tödlichen Angriffs nahe der Synagoge. Auch eine öffentliche Gedenkveranstaltung ist geplant.

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Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Attentäter versucht, am höchsten jüdischen Feiertag in die Synagoge einzudringen. (Archivbild), Foto: Ronny Hartmann/AFP Pool/dpa

In Halle wird heute der Opfer des antisemitisch motivierten Anschlags an der Synagoge vor sieben Jahren gedacht. Zum Zeitpunkt der ersten tödlichen Schüsse, um 12.03 Uhr, ist eine Schweigeminute geplant. In der gesamten Stadt sollen die Glocken läuten. Am Mahnmal «Neun-Zehn-Neunzehn» im Hof der Synagoge können dann - wie im jüdischen Brauchtum üblich - Steine abgelegt werden, teilte die Stadt Halle mit. Die Straßenbahnen werden zum Tatzeitpunkt stehen bleiben - eine Durchsage weist auf das Gedenken hin.

Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in die Synagoge einzudringen. Als ihm das nicht gelang, erschoss er davor eine 40 Jahre alte Passantin und in einem nahen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Gast. Auf seiner Flucht verletzte der Attentäter zahlreiche weitere Menschen, ehe er von der Polizei gefasst wurde. Das Oberlandesgericht Naumburg verurteilte ihn 2020 zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.

An den Orten der tödlichen Schüsse sind am Jahrestag Kranzniederlegungen geplant. Am Gedenken in der Stadt nehmen Vertreter der Jüdische Gemeinde sowie von Kirche, Stadt, Bürgerschaft, Politik und Zivilgesellschaft teil. Um 17 Uhr wird es eine öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz geben.

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