04. September 2026 – dpa Nachrichten
Bei der Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau ging vor wenigen Tagen eine Anzeige ein mit dem Hinweis, bei der Briefwahl in einer Senioreneinrichtung sei manipuliert worden. Das sagen nun die Ermittler.
In Dessau-Roßlau hat sich ein Verdacht auf Wahlfälschung in einer Senioreneinrichtung nicht erhärtet. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei zu den Ermittlungsergebnissen mit. Es seien keine Anhaltspunkte für eine Manipulation der Briefwahl zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in der Seniorenresidenz festgestellt worden.
Es seien auch nicht wie angezeigt Dokumente im Zusammenhang mit der Wahl vernichtet worden. Auch im Wahlamt der Stadt Dessau-Roßlau seien keine Anhaltspunkte für Verstöße gefunden worden.
Am 1. September ging den Angaben zufolge bei der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau eine Strafanzeige gegen Unbekannt ein. «Nach dem Inhalt der vorliegenden Strafanzeige sollen in einer Seniorenresidenz in Dessau-Roßlau Briefwahlunterlagen für eine schwer demente 95-jährige Bewohnerin angefordert und manipuliert worden sein», hieß es. Zudem gab es den Hinweis, dass der Wahlbriefumschlag der Bewohnerin geöffnet und der Stimmzettelumschlag vor der Wahl entnommen worden sein soll. Zudem sollen Unterlagen im Zusammenhang mit der Briefwahl vernichtet worden sein.
Die Ermittler fanden auch keine Hinweise auf entsprechende Verdachtsmomente mit Blick auf weitere 18 Bewohner, die ebenfalls Briefwahl gemacht hatten.