Gardelegen

Bundespräsident Steinmeier weiht Gedenkstätte in Sachsen-Anhalt ein

Das Dokumentationszentrum erinnert an das Massaker an KZ-Häftlingen zum Ende des zweiten Weltkrieges.

Hoher Besuch heute in Sachsen-Anhalt! Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt an der Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums in der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen teil. Auch Diplomaten aus den USA, Polen, Frankreich und Russland sind anwesend.

Die Gedenkstätte erinnert an ein Massaker an KZ-Häftlingen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Am 13. April 1945 wurden Häftlinge aus verschiedenen Konzentrationslagern in eine Scheune getrieben, die anschließend angezündet, beschossen und mit Handgranaten beworfen wurde. 1.016 Menschen kamen dabei ums Leben.

Bisher hat lediglich ein militärischer Ehrenfriedhof mit weißen Kreuzen an das Massaker erinnert. Das neue Dokumentationszentrum soll jetzt eine größere Dauerausstellung zu den Todesmärschen der letzten Kriegsjahre bekommen und auch die Forschungs- und Bildungsarbeit zu dem Thema ermöglichen. 4,3 Millionen Euro hat das Land Sachsen-Anhalt dafür investiert.

Für Besucher soll das Zentrum ab Donnerstag geöffnet sein.

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